Werder-Stürmer im „Kicker“-Interview

Warum sich Harnik als Führungsspieler sieht

Werder-Stürmer Martin Harnik hat mit dem „Kicker“ über seine Rolle im Team gesprochen. Der 31-Jährige sieht sich auch ohne Stammplatz als Führungsspieler und erklärte, was an Frustration gut ist.
17.01.2019, 07:53
Lesedauer: 1 Min
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Von mw

Martin Harnik hatte in der Wintervorbereitung Pech. Ein Gewitter machte ihm einen Strich durch die Rechnung, der Stürmer konnte sich im ersten Testspiel des Trainingslagers in Südafrika gegen die Kaizer Chiefs nicht empfehlen, weil er für die zweite Hälfte eingeplant war, die wetterbedingt ausfiel. So spielte er nur 27 Minuten im zweiten Test gegen Bidvest Wits. Mit dem „Kicker“ sprach er über seine Rolle als Führungsspieler im Team, über Rotation und Frustration.

„Ich bin eigentlich noch nicht dazu gekommen, hier über einen längeren Zeitraum fit aufzutreten“, erklärt Harnik. Neben seinen Verletzungen in der Mitte der Hinrunde ist auch die Rotation von Trainer Florian Kohfeldt dafür verantwortlich. So erinnert sich der 31-Jährige an eine Situation aus der Hinrunde: „Nach dem 3:1 gegen Hertha, als ich ein sehr gutes Spiel gemacht und getroffen habe, war ich trotzdem ein paar Tage später in Stuttgart wieder auf der Bank. Ein Stammplatz ist bei uns also wirklich auf mehrere Schultern verteilt“, erinnert sich der Stürmer.

Dennoch schaffe Kohfeldt es, ihn weiter zu motivieren, wie Harnik erklärt, räumt aber auch ein: „Eine gewisse Frustration ist auch wichtig. Wären wir mit jeder Entscheidung zufrieden, könnten wir nicht mehr alles aus uns herausholen.“ Auch neben dem Platz, wo Harnik sich als Führungsspieler sieht. „Führungsspieler ist nicht zwingend gleich Stammspieler“, meint der Stürmer. Die tägliche Arbeit, das Training, die Kommunikation ums Training herum seien auch Aufgabenfelder eines Führungsspielers. „Ich nehme diese Rolle entsprechend ernst. Ich weiß, welches Gewicht mein Wort in der Kabine hat“, sagt Harnik.

Auch nach seinem guten Auftritt als Joker gegen Fortuna Düsseldorf nahm der Ex-Hannoveraner wieder auf der Bank Platz. Danach befragt gibt sich der Stürmer diplomatisch und erläutert: „Es gibt immer sportliche Gründe. Erklärungsbedarf sähe ich nur bei persönlichen Gründen. Der Trainer hat ja oft genug gesagt, dass er sich in der Offensive gerne dem Gegner anpasst.“ Bleibt abzuwarten, ob Harnik der richtige Spielertyp für einen Einsatz im ersten Rückrundenspiel bei seinem Ex-Klub Hannover 96 ist.

Das komplette Interview gibt es in der aktuellen Ausgabe des „Kicker.“

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