Poker um Davie Selke Was Werder und Leipzig trennt

Was macht Davie Selke für den Fall, dass ein Transfer zu Werder scheitert? Nach Informationen des WESER-KURIER ist England dann jedenfalls keine Option mehr.
26.05.2017, 14:29
Lesedauer: 2 Min
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Was Werder und Leipzig trennt
Von Andreas Lesch

Was macht Davie Selke für den Fall, dass ein Transfer zu Werder scheitert? Nach Informationen des WESER-KURIER ist England dann jedenfalls keine Option mehr.

Werder bemüht sich nun schon seit einiger Zeit um eine Rückkehr von Davie Selke – ist aber immer noch nicht am Ziel. Zwischen den Bremern und dem Angreifer ist alles geklärt: Sie wollen ihn, und er will zu Werder. Problematisch ist nach wie vor jedoch die Frage der Ablösesumme. Angeblich verlangt Selkes aktueller Arbeitgeber RB Leipzig rund zwei Millionen Euro mehr, als Werder zu zahlen bereit ist.

Das Thema Ablöse sei „eine große Herausforderung, daran hat sich nie was geändert“, sagte Werders Sportchef Frank Baumann. Die beiden Vereine hätten sich zwar aufeinander zubewegt, seien aber „noch ein Stück weit auseinander“. Auf die Frage, ob der Transfer an der Ablöse noch scheitern könne, sagte Baumann: „Ich kann nicht einschätzen, wie der Weg weitergeht und ob man sich am Ende einigt.“

Wegen der Differenzen der beiden Klubs soll Selkes Berater Akeem Adewunmi auch Möglichkeiten in England geprüft haben, so berichtete es das Magazin „kicker“. Mittlerweile ist ein Wechsel nach England nach Informationen des WESER-KURIER aber für Selke keine Option mehr – auch dann nicht, wenn ein Wechsel zu Werder noch scheitern sollte.

Leipzig hat keinen Druck

Die Bremer und die Leipziger haben schon mehrfach über den Preis für Selke gesprochen. Die Frage ist nun, wie lange der Poker noch weiter geht, wo die finanzielle Schmerzgrenze der beiden Vereine liegt – und ob sie sich noch einigen können. Werders Sportchef Frank Baumann hat vor ein paar Tagen betont, dass er den Kader für die kommende Saison gern bis Anfang Juli beisammen hätte. Eine so zentrale Personalie wie Selke, an der ja auch andere Personalien hängen, will er also vermutlich möglichst bald geklärt haben. Auch der Spieler hätte ein Interesse an einer schnellen Einigung.

Die Leipziger hingegen haben keinen Druck, sie können entspannt abwarten. Sie sind nicht darauf angewiesen, dass der Transfer bis zur U21-Europameisterschaft in Polen, die am 16. Juni beginnt, perfekt ist. Sie können auch einfach darauf hoffen, dass Selke dort ein gutes Turnier spielt – und sein Marktwert vielleicht noch einmal steigt. Zudem treten sie in der kommenden Saison in der Champions League an, haben also mehr Spiele und eine höhere Belastung als bisher – und brauchen einen entsprechend breiten und qualitativ hochwertigen Kader. Die Leipziger argumentieren, Selke habe sich in seiner Zeit bei ihnen entwickelt, auch wenn er oft auf der Bank gesessen hat. Deshalb wollen sie gutes Geld für ihn.

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