Keeper-Zukunft ist offen Was wird aus Michael Zetterer bei Werder?

Die Zukunft des Werder-Keepers Michael Zetterer ist offen. Ein Wechsel im Winter ist nicht gänzlich ausgeschlossen. Zumal sein Vertrag am Saisonende ausläuft.
17.11.2022, 10:55
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Es war zwar nur ein Testspiel, aber dieser Abend wird Michael Zetterer trotzdem gutgetan haben. Endlich durfte der 27-Jährige am Dienstag mal wieder das Tor des SV Werder Bremen hüten und hielt dabei seinen Kasten sauber. Den Gegentreffer beim Bremer 3:1-Sieg gegen den Oberligisten Heeslinger SC kassierte Eduardo dos Santos Haesler, der nach der Pause eingewechselt worden war. Beim Blitzturnier am Samstag in Lohne kann sich Zetterer erneut beweisen, dann sogar gegen Zweitligisten (Fortuna Düsseldorf und Arminia Bielefeld).  Das könnte durchaus interessant werden, denn die Zukunft des Keepers ist offen, sogar ein Wechsel im Winter nicht gänzlich ausgeschlossen. Gleich mehrere Clubs aus dem In- und Ausland sollen nach Informationen unserer Deichstube ein Auge auf den Ersatzkeeper des SV Werder geworfen haben. Dessen Vertrag läuft am Saisonende aus, dann könnte er ablösefrei gehen.

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„An unserer Haltung hat sich nichts verändert. Wir fühlen uns im Torwart-Bereich sehr gut aufgestellt – mit Jiri Pavlenka als Nummer eins, Michael Zetterer als Ersatz und zwei spannenden Torhütern dahinter, also Mio Backhaus und Louis Lord“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann.  Im Winter seien keine Veränderungen geplant. Aber natürlich kann sich das durch lukrative Angebote oder  persönliche Wünsche ändern. Da Zetterer wegen seiner großen Identifikation mit Werder und seines loyalen Verhaltens als Ersatzkeeper ein großes Ansehen im Club genießt, würden sich die Verantwortlichen sicher mit dem Thema beschäftigen. Ohnehin besteht Redebedarf, dafür sorgt allein schon der im Sommer auslaufende Vertrag. „Wir werden in den nächsten Wochen mit ihm besprechen, in welcher Rolle er sich sieht und in welcher wir ihn“, sagt Baumann. Sollte Zetterer die aktuelle Rangfolge auch in Zukunft akzeptieren, ist eine Vertragsverlängerung denkbar. Aber es wirkt nicht so, als hätte Werder da große Eile.

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Und was ist mit Zetterer? Im Sommer 2021 hatte er sein großes Ziel erreicht, war endlich Stammkeeper bei Werder geworden. Sechs Jahre nach seinem Wechsel von Unterhaching an die Weser. Ein steiniger Weg mit diversen Handverletzungen und zwei Ausleihen (Klagenfurt und Zwolle) lag da hinter ihm. Er profitierte dabei auch von einer Verletzung von Stammkeeper Pavlenka. Letztlich konnte Zetterer seine Chance aber nicht nutzen. Er machte in der 2. Liga zwar keine großen Fehler, hielt aber auch nicht so überragend, dass er Pavlenka dauerhaft verdrängen konnte. Seit einem Jahr ist Zetterer daher wieder die Nummer zwei.  In dieser Saison wurde er bislang nur einmal gebraucht, als Pavlenka am sechsten Spieltag im Heimspiel gegen den FC Augsburg nach einer halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.  Bei seinem Bundesliga-Debüt zeigte Zetterer eine gute Leistung, konnte die 0:1-Niederlage aber auch nicht verhindern.  Einmal mehr wurde dabei deutlich: Fußballerisch ist die Nummer zwei stärker als die Nummer eins. Doch das allein reicht nicht. Auf der Linie und im Eins-gegen-eins hat Pavlenka Vorteile – und die sind Trainer Ole Werner offenbar wichtiger. Deswegen musste Zetterer zurück auf die Bank und darf nur in Testspielen ran.

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