Wegen Groß Gruev muss sich bei Werder wieder gedulden

Wird Ilia Gruev am Samstag, 15. Januar, gegen Fortuna Düsseldorf für Werder antreten? Trainer Ole Werner vertraute auf der Sechs bisher eher Christian Groß. Aber Gruev sei "nah dran zu spielen".
10.01.2022, 16:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Malte Bürger

Der Weg zurück zum Stammplatz ist weit für Ilia Gruev. Seit Ole Werner Trainer beim SV Werder Bremen ist, vertraut er dem wesentlich erfahreneren Christian Groß auf der Sechs. Und es sieht stark danach aus, dass er das auch weiterhin tun wird. Selbst wenn Werders Trainer öffentlich sagt: „Auch Ilia hat wie alle anderen Spieler die Möglichkeiten, sich zu zeigen. Durch Leistung im Training und während der Einsätze in den Testspielen.“

Nun tut Gruev dies in der Regel, hängt sich meist ordentlich rein, wenn es bei Werder auf den Platz geht. Das Image des Jungspunds legt er Stück für Stück ab. Auch deshalb war er in dieser Saison – damals noch unter Markus Anfang – gleich mehrfach Teil der Startelf. Gruev profitierte dabei auch vom verletzungsbedingten Ausfall von Groß. Dann kam Ole Werner – und seither ist alles anders. „Für niemanden ist die Tür zu, und schon gar nicht für Ilia, der ja auch immer einer der Ersten war, die gekommen sind“, betont Werders Chefcoach: „Entsprechend nah dran ist er zu spielen.“

Doch nur weil eine Tür nicht verschlossen ist, muss sie nicht zwangsläufig auch weit geöffnet sein. Gegen Viktoria Berlin (3:0) durfte Gruev zwar mal wieder von Beginn an ran, bei der Generalprobe für die Wiederaufnahme der 2. Bundesliga gegen Hannover 96 (2:2) lief dann aber doch wieder Christian Groß mit der vermeintlich stärksten Bremer Elf in der ersten Hälfte auf. Und die drei Erfolge vor der Winterpause kamen auch deshalb zustande, weil der Routinier im defensiven Mittelfeld meist eine gute Figur abgab. Vor allem gegen Jahn Regensburg (3:2) eroberte Groß viele Bälle, spielte etliche gute Pässe. So wie auch jetzt in der Vorbereitung.

Und Gruev? Hat sich erneut nichts vorzuwerfen. Er muss allerdings damit leben, dass er am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf (13.30 Uhr) vermutlich wieder auf der Bank sitzen und nicht direkt auf dem Rasen des Wohninvest Weserstadions stehen wird. Ob ihm das nun gefällt oder nicht. „Es ist im Trainerstab unsere Aufgabe, die Entscheidung für den Spieltag zu treffen, mit der wir die größte Wahrscheinlichkeit auf Erfolg haben“, erklärt Ole Werner. „Das wird mal Grosso sein, mal Ilia. Das werden wir von Woche zu Woche sehen.“

Allzu wahrscheinlich ist ein munteres Wechselspielchen auf dieser elementaren Position jedoch nicht. Zumal Gruev die offensivere Alternative zu Groß wäre, der bei recht angriffslustig eingestellten Achtern wie Leonardo Bittencourt, Romano Schmid oder Niklas Schmidt wesentlich mehr Absicherung bietet. Und zuletzt ein vom Trainer gelobtes Vorbild in puncto Aggressivität war. So wie er es mit ziemlicher Sicherheit auch gegen Düsseldorf wieder sein soll.
 

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