Kommentar zum Harnik-Transfer Wenig Risiko, aber viele Vorteile

Das Risiko bei der Verpflichtung von Martin Harnik ist überschaubar, dafür bringt der Transfer für Werder viele Vorteile, findet MEIN-WERDER-Reporter Christoph Bähr.
25.05.2018, 18:32
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Wenig Risiko, aber viele Vorteile
Von Christoph Bähr

Die Sommer-Transferphase im vergangenen Jahr war für Werder-Fans ein einziges Bangen. Kommt der neue Stürmer noch? Oder geht Werder leer aus? Auf den allerletzten Drücker kam dann Ishak Belfodil. Er kannte die Bundesliga nicht. Er musste sich an ein neues Land und eine neue Sprache gewöhnen. Und die Saison lief bereits. Dementsprechend lange brauchte der Algerier, um sich zurechtzufinden. Daraus haben sie bei Werder gelernt. Mit Kevin Möhwald, Yuya Osako und jetzt Martin Harnik stehen Ende Mai schon drei Zugänge fest.

Das ist beachtlich und gibt Planungssicherheit. Das Trio kann sich nun in Ruhe auf die neue Saison vorbereiten, Harnik dürfte allerdings ohnehin kaum Eingewöhnungszeit benötigen. Er kennt die Bundesliga aus dem Effeff. Und er kennt auch den Verein bestens, schließlich war er schon einmal bei Werder. Sportchef Frank Baumann ist somit ein hervorragender Transfer zum idealen Zeitpunkt geglückt, der wenig Risiko, aber viele Vorteile für Werder birgt.

Für eine überschaubare Ablösesumme, die nach MEIN-WERDER-Informationen nicht einmal zwei Millionen Euro beträgt, kriegt der Klub einen Angreifer, der in der Bundesliga bisher immer seine Tore gemacht hat. Neun Treffer für Hannover waren es in der vergangenen Spielzeit, für Stuttgart in der Saison 2011/12 sogar mal 17. Harnik ist außerdem ein Spielertyp, der Werder noch fehlte. Er spielt schnörkellos, sucht den direkten Weg zum Tor, ist kopfballstark, flexibel einsetzbar und bringt eine ordentliche Portion Schlitzohrigkeit mit. Der 30-Jährige ist nicht mehr der Grünschnabel, der 2007 unter Thomas Schaaf sein Bundesliga-Debüt für Werder gab, sondern ein Führungsspieler.

So abgezockt vor dem Tor wie Harnik ist bei Werder nur Max Kruse, sein alter Kumpel. Kruse und Harnik spielten schon in der Jugend zusammen beim Hamburger Klub SC Vier- und Marschlande. Dass die zwei Freunde nun als gereifte Profis noch einmal gemeinsam im Bremer Trikot auflaufen, lässt das Herz von Fußballromantikern hüpfen und hat für Werder einen angenehmen Nebeneffekt: Mit Harnik haben sich die Chancen, Kruse länger in Bremen zu halten, noch einmal erhöht.

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