Skripnik über mögliche Wechselabsichten

„Wenn es Interesse gibt, sprechen wir“

Viktor Skripnik hat im Interview mit dem russischen Portal „sovsport.ru“ über einen möglichen Wechsel nach Russland gesprochen. Der Ex-Werder-Coach verriet auch, was an den bisherigen Gerüchten dran ist.
16.11.2018, 13:41
Lesedauer: 2 Min
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Von mw

Viktor Skripnik hat kürzlich den FC Riga zu Meisterschaft und Pokalsieg in Lettland geführt. Die Erfolge weckten Begehrlichkeiten: Zuletzt gab es Spekulationen um das Interesse anderer Vereine an dem Ukrainer. Immer wieder wurde der ehemalige Werder-Trainer zuletzt mit Klubs aus Russland in Verbindung gebracht. Im Interview mit dem russischen Sportportal „sovsport.ru“ ordnete der 48-Jährige diese Gerüchte nun ein.

„Ich hatte Gespräche mit Lokomotive Moskau. Die sind aber ein bis anderthalb Jahre her“, erklärt Skripnik. Momentan sei da nichts aktuell. „Wenn ein Trainer Titel gewinnt, worüber reden wir dann?“, sagt der Ukrainer im Interview und meint den Meistertitel, den Lokomotive Moskau im Frühjahr holte. Seit 2016 ist dort nach wie vor Juri Sjomin Trainer.

Hartnäckiger hielt sich das Gerücht um einen anderen Moskauer Klub, der in den Medien mit dem Ukrainer in Verbindung gebracht worden war. Wohl nur dort, wie Skripnik sagt. „Dass es Interesse von Spartak gab, habe ich von euch Journalisten erfahren“, sagt er. Einer der Journalisten, von denen Skripnik spricht, könnte Mikhail Mossakovsky von „Match TV“ sein. Der hatte Ende Oktober via Twitter verkündet, dass ein Treffen zwischen Skripniks Repräsentanten und Verantwortlichen von Spartak Moskau angesetzt worden sei, um über eine mögliche Zusammenarbeit zu sprechen. Weiter hieß es, dass Skripnik selbst nicht dabei sei, weil er am folgenden Tag im lettischen Pokalfinale im Einsatz sei. Gespräche habe es mit Spartak aber nie gegeben, erklärt Skripnik gegenüber „sovsport.ru“.


Dazu passt, was Rigas Manager Alexandrs Pronins Anfang November sagte. „Was sie über Spartak schreiben, ist ein Gerücht“, wurde er von der russischen Nachrichtenagentur „RIA Novosti“ zitiert. Aber zu dem Zeitpunkt habe es angeblich einen anderen russischen Klub gegeben, der an Skripnik interessiert sei. Pronins sagte nämlich auch: „Wir verhandeln mit einem der Klubs der russischen Premier League. Wir sind bereit, den Trainer freizulassen, wenn er das nächste Spiel gewinnt“, hieß es.

Das besagte Spiel war die entscheidende Partie beim Tabellenletzten FK Valmiera in der lettischen Liga, das den FC Riga zum Meister machte. Skripnik hatte dieses gewonnen – mit 2:0. Nach den Aussagen Pronins hat der Ukrainer nun also die Erlaubnis zu gehen, wenn er möchte. Ein Angebot aus Russland gebe es derzeit nicht, sagt Skripnik. Einen Wechsel nach Russland schließt er kategorisch aber nicht aus: „Wenn es Interesse gibt, sprechen wir.“

Dass es auch ein Interesse aus Skripniks Heimatland geben könnte, berichtete die „Deichstube“ Ende September. Demnach soll Dynamo Kiew über eine Verpflichtung des 48-Jährigen nachgedacht haben. Dabei bezog sich das Werder-Portal auf nicht näher genannte ukrainische Quellen. Das Gerücht tauchte später aber nicht mehr auf. Darauf ist Skripnik jedoch auch gar nicht angewiesen. Als der Ukrainer Anfang Juli den FC Riga übernahm, hieß es vonseiten des Klubs, dass der frühere Werder-Trainer einen „langfristigen Vertrag“ unterschrieben habe.

Das aktuelle Skripnik-Interview mit „sovsport.ru“ auf Russisch gibt es hier.

Pronins Zitate gegenüber der Agentur „RIA Novosti“ gibt es in russischer Sprache hier.

Das von der „Deichstube“ aufgegriffene, angebliche Interesse von Dynamo Kiew gibt es hier.

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