Skripnik muss Team umbauen Wer ersetzt Fin Bartels?

Werders Fin Bartels wird gegen Frankfurt wegen einer Gelbsperre nicht auf dem Platz stehen. Doch wer könnte den zuletzt starken Offensivmann am besten ersetzen? Verschiedene Szenarien sind möglich.
11.05.2016, 00:00
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Wer ersetzt Fin Bartels?
Von Marc Hagedorn

Werders Fin Bartels wird im Abstiegs-Kracher gegen Eintracht Frankfurt wegen einer Gelbsperre nicht auf dem Platz stehen. Doch wer könnte den zuletzt starken Offensivmann am besten ersetzen? Verschiedene Szenarien sind möglich.

Dass sich Fin Bartels am Sonnabend eine Gelbsperre eingehandelt hat und deshalb beim Bundesliga-Finale gegen Eintracht Frankfurt fehlt, ist schon bitter genug. Schließlich war der wuselige Außenbahnspezialist in den letzten acht Spielen an insgesamt fünf Werder-Toren direkt als Torschütze oder indirekt als Vorbereiter beteiligt, von seinen Fähigkeiten, eine gegnerische Abwehrreihe durcheinander zu bringen, mal ganz zu schweigen.

Noch schlimmer macht die Sache, dass Werder keinen etablierten Ersatz für Bartels hat. Die logische Wahl, Sambou Yatabaré, fällt weg. Für den Nationalspieler aus Mali ist die Saison verletzungsbedingt beendet. Wer also soll Bartels ersetzen?

Viktor Skripnik muss zunächst eine grundlegende Entscheidung treffen: Will er Bartels eins-zu-eins ersetzen, oder ändert er vielleicht sogar das komplette System? Gegen einen Systemwechsel spricht, dass Werder zuletzt im 4-1-4-1 seine besten Spiele gemacht hat. Für eine – zumindest leicht – modifizierte Taktik spricht, dass Anthony Ujah dann mitspielen könnte. Der nach Claudio Pizarro zweitbeste Werder-Torschütze (elf Treffer) ist seit Wochen nur zweiter Mann hinter Pizarro. Jetzt könnte er von Beginn an in die Spitze rücken und Pizarro leicht zurückgezogen agieren.

Yildirim bietet sich an

Entscheidet sich Skripnik für einen Eins-zu-eins-Ersatz für Bartels, dann hat er nominell zwar einige Möglichkeiten, allerdings auch ein ziemliches Risiko, denn alle potenziellen Ersatzleute haben zuletzt kaum oder in dieser Saison noch gar keine Rolle gespielt. Beispiel Özkan Yildirim. Das 22-jährige Bartels-Double hat zwar schon 25 Bundesligaspiele für Werder gemacht, aber der letzte Einsatz ist lange her, nämlich etwas mehr als ein Jahr. Beim 1:0-Sieg im Nordderby gegen den HSV stand Yildirim seinerzeit nach langer Verletzungspause überraschend in der Startelf. Anschließend war er erneut fast ein Jahr verletzt, hat aber jetzt immerhin fünf Einsätze in der Drittliga-Mannschaft gehabt und dabei auch zwei Tore geschossen. Bekannt ist, dass Yildirim ein Profi ist, von dem Geschäftsführer Thomas Eichin viel hält. Yildirims Vertrag soll verlängert werden.

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Ein anderer Kandidat wäre Maximilian Eggestein, den Aufsichtsratsboss Marco Bode gern spielen sieht. Eggestein, lange kein Thema, wurde gegen Köln spät eingewechselt und hat insgesamt sechs, meist kurze Einsätze absolviert. Von der Position her könnte auch der georgische Junioren-Nationalspieler Giorgi Papunashvili im offensiven Mittelfeld spielen. In der U 23 hat er ein paar gute Spiele abgeliefert. Seine Erfahrung in der Bundesliga-Mannschaft beschränkt sich aber auf das Mitwirken beim Profitraining – so wie am Dienstag. Laszlo Kleinheisler, Kandidat Nummer vier, war zuletzt zweimal nicht im Kader.

Nicht so gut funktioniert hat in dieser Saison die Variante, einen der gelernten Innenverteidiger Jannik Vestergaard oder Alejandro Galvez ins defensive Mittelfeld zu ziehen. In diesem Fall könnte Florian Grillitsch offensiver eingesetzt werden. Am wirkungsvollsten indes sind Grillitsch und Vestergaard in der Rückrunde auf ihren Stammpositionen.

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