Warum der Stürmer nicht spielte Augustinssons Krampf verhindert Füllkrugs Comeback

In der engen Schlussphase hätte Niclas Füllkrug durchaus noch zu einem Matchwinner für Werder werden können. Doch der Stürmer kam einfach nicht zu seinem Comeback - und das lag an seinem Teamkollegen.
14.02.2021, 11:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander

Eines war Florian Kohfeldt wichtig zu betonen: „Ich hätte Niclas Füllkrug wirklich gerne gebracht“, sagte der Trainer des SV Werder. Was bei einem Spiel, das ereignisarm einem 0:0 entgegenplätscherte, auch eine völlig richtige Maßnahme gewesen wäre. Schließlich ist Füllkrug einer dieser Spieler, der aus einer halben Chance ein Tor machen kann. Doch gegen den SC Freiburg blieb der Torjäger, der zuletzt vier Spiele wegen einer Sprunggelenksverletzung verpasst hatte, nun aber erstmals wieder zur Verfügung stand, dennoch draußen. Erklärung Kohfeldt: Es ging nicht anders.

Eigentlich hatte der Coach dem Torjäger schon das Signal zur Einwechslung gegeben, gemeinsam mit Leonardo Bittencourt sollte der 28-Jährige kommen, um in den letzten fünf Minuten vielleicht noch den lucky punch für Werder zu setzen. Wesentlich mehr Spielzeit hätte Kohfeldt Füllkrug nicht geben wollen, „nach den nur wenigen Trainingseinheiten, die er mit uns hatte, war nicht mehr drin“. Weshalb nach einer Stunde der wirkungslose Josh Sargent durch Davie Selke ersetzt wurde.

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Doch selbst die ihm zugedachten wenigen Minuten wurden es dann nicht für Füllkrug, weil sich bei Linksverteidiger Ludwig Augustinsson die Muskulatur meldete. Ein Krampf – und der Füllkrug-Plan platzte. Kohfeldt: „Wir wollten bei Augustinsson keine Verletzung riskieren, deshalb musste ich in der Abwehr reagieren.“ Es kam also in Christian Groß einer, der ein 0:0 eher absichern, aber nicht in ein 1:0 verwandeln kann. Das Füllkrug-Comeback wurde dagegen verschoben. „Es sollte für alle verständlich sein, dass es nicht ging“, meinte Kohfeldt.

Vermutlich hätte sich Füllkrug bei einer Einwechslung auch genauso nutzlos gefühlt wie auf der Bank. Denn Werder brachte den Ball in den Schlussminuten gar nicht mehr geordnet nach vorne, stand dafür aber hinten sicher genug, um zum vierten Mal in der Bundesliga-Saison ohne Gegentor zu bleiben. Dabei war Augustinsson bei weitem nicht der einzige medizinische Sorgenfall der Abwehrkette gewesen. Kurz vor der Pause hatte es Milos Veljkovic erwischt. In der linken Wade habe „der Muskel zugemacht“, so Kohfeldt. Weiterspielen konnte der Serbe nicht, einen Ausfall des Innenverteidigers für die Partie bei 1899 Hoffenheim am kommenden Sonntag befürchtet Kohfeldt zunächst nicht.

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Marco Friedl hielt zwar bis zum Ende durch, hinter seinem Namen steht jetzt aber ebenfalls ein Fragezeichen. Der Österreicher war kurz nach der Pause umgeknickt, „das war ein bisschen übel“, meinte Kohfeldt: „Er hat Schmerzen im Sprunggelenk, aber es ist nichts geschwollen. Weil er durchgespielt hat, habe ich keine großen Sorgen."

Völlig ohne Blessuren kam dagegen Ömer Toprak durch die Partie. Dabei hatte er – nach einem Vorstoß an den gegnerischen Strafraum – länger behandelt werden müssen. Was bei seiner langen Liste an Verletzungen stets die Alarmglocken schrillen lässt. Doch diesmal zu Unrecht, wie Kohfeldt mit einem Grinsen verriet: „Ömer hatte nichts, der brauchte nur eine Pause.“

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