Werder trifft auf den FC St. Pauli

Ein Test zum Ausprobieren

Es wird ein außergewöhnlicher Nachmittag für Werder. Zum dritten Mal binnen kürzester Zeit wird der FC St. Pauli Gegner in einem Testspiel sein (14 Uhr), darüber hinaus geht die Partie über dreimal 35 Minuten.
13.11.2020, 10:37
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Von Malte Bürger und Christoph Sonnenberg
Ein Test zum Ausprobieren

Milot Rashica trifft mit Werder erneut auf den FC St. Pauli.

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Die Bundesliga pausiert am Wochenende, der Ball rollt trotzdem. Auf Platz 11 spielt Werder am Freitag um 14 Uhr gegen den FC St. Pauli. Wem das komisch vorkommt, muss sich nicht komisch fühlen, es ist das dritte Testspiel gegen den Zweitligisten innerhalb von zweieinhalb Monaten. Das erste, Werder siegte 1:0, fand Ende August im Rahmen eines Kurzturniers in Lohne statt. Anfang Oktober spielten beide Mannschaften schon einmal auf Platz 11 gegeneinander, Bremen schlug die Hamburger mit 4:1. „Es ist schon kurios, dass wir jetzt das dritte Mal gegeneinander spielen„, sagt Florian Kohfeldt und liefert die Erklärung gleich mit: „Das ist coronabedingt. Aufgrund der kurzen Entfernung die Risiken möglichst gering zu halten, ist sinnvoll.“

Zuschauer sind natürlich nicht zugelassen, auch das ist coronabedingt der Fall. Die aktuelle Lage hat die Auswahl an möglichen Gegner automatisch stark begrenzt. „Es ist aktuell nicht ganz einfach, Testgegner zu finden", sagt Clemens Fritz, Leiter Profifußball. „Wir haben uns im Vorfeld damit beschäftigt, gegen wen wir antreten, da Florian den Wunsch nach einem Testspiel geäußert hat." Am Ende entschieden sich die Verantwortlichen deshalb aus praktischen Gründen erneut für den Zweitligisten. Denn, so Fritz: „St. Pauli hat auch gesucht."

„Wir freuen uns auf das Spiel gegen St. Pauli„, sagt Kohfeldt ganz allgemein. Jeder Fußballer spielt lieber als zu trainieren. Trotzdem erfüllt der Test noch andere Zwecke. „Er ist eine gute Gelegenheit, um im Rhythmus zu bleiben“, sagt der Trainer. Er dient also als Vorbereitung auf das nächste Ligaspiel am 21. November beim FC Bayern.

Ein weiterer Zweck ist, Profis aus der zweiten oder dritten Reihe die Möglichkeit zu geben, sich zu zeigen. „Wir werden dem einen oder anderen Spieler Spielpraxis geben", sagt Kohfeldt. Und, auch das ein Zweck des Spiels, „wir werden einiges ausprobieren". All das soll im Vordergrund stehen, deshalb sagt Kohfeldt: „Dementsprechend steht das Ergebnis für uns ein bisschen im Hintergrund. Aber wir wollen natürlich trotzdem eine gute Leistung zeigen."

Verletzungsbedingt nicht mit dabei sind Niclas Füllkrug, Milos Veljkovic, Davie Selke, Felix Agu und Maximilian Eggestein. Wer das Spiel sehen will: „Sky Sport News HD“ überträgt. Gespielt wird dreimal 35 Minuten.

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