DFB-Sportgericht Werder bekommt Strafe für Flitzer-Auftritt - und wird nicht zahlen

Das DFB-Sportgericht straft den SV Werder Bremen für den Auftritt eines Flitzers beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart ab: 3000 Euro soll der Verein bezahlen. Tut er aber nicht.
05.12.2022, 19:35
Lesedauer: 1 Min
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Von Fynn Walenziak

Der SV Werder Bremen wird vom DFB-Sportgericht mal wieder zur Kasse gebeten. 3000 Euro beträgt die Strafe, doch der SVW wird den Betrag nicht selber zahlen, sondern weitergeben. Das dürfte für einen Fan unangenehm werden. Doch was war passiert?

Es läuft die 64. Minute des 2. Spieltags im Weserstadion. Werder Bremen empfängt den VfB Stuttgart im ersten Heimspiel seit der Rückkehr in die Bundesliga. Plötzlich wird die Partie beim Stand von 1:1 unterbrochen. Der Grund: Ein Zuschauer flitzt über das Spielfeld und holt sich seine 30 Sekunden „Ruhm“ ab. Danach wird der Flitzer gefasst und von Werder identifiziert. Das Sportgericht bestraft jedoch den Verein als Ausrichter des Spiels für die Aktion.

Dadurch, dass Werder Bremen die Personalien des Flitzers erfasst hat, kann der Club die Strafe an den Mann weitergeben - und wird das auch tun. Das bestätigte der Verein am Montag gegenüber unserer Deichstube.

Belangt wurde der SVW dafür, dass das Spiel durch „sportliches Fehlverhalten seiner Anhänger“ kurzzeitig verzögert wurde. Ob der Flitzer diese Strafe anerkennt, ist noch offen. Auch der VfB Stuttgart wurde für das Abfackeln von Pyrotechnik im gleichen Spiel vom Sportgericht zur Kasse gebeten. Diese ist aber deutlich schmerzhafter, denn zum einen muss der Verein die Kosten selbst übernehmen und zum anderen ist die fällige Summe mit 30.000 Euro zehnmal so hoch wie die des SV Werder.

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