Seit Januar ohne Scorerpunkt Bittencourt wartet weiter

Werder-Profi Leonardo Bittencourt wartet weiter. Seit Januar ist der Mittelfeldspieler ohne Torbeteiligung. Doch bei den Bremer ist man sicher, dass sich das bald ändern wird.
11.04.2022, 14:19
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Es war kein einfacher Ball – direkt aus der Luft genommen, obwohl vom Gegenspieler arg in Bedrängnis gebracht –, doch Leonardo Bittencourt traf ihn in Höhe der Mittellinie perfekt und schickte damit Marvin Ducksch auf die Reise, der wenige Augenblicke später jubelnd abdrehte. Eine Szene, die inzwischen rund vier Monate zurückliegt, die Mitte April 2022 aber noch immer eine gewisse Bedeutung hat, denn Bittencourt wartet seit dem 4:3-Erfolg beim SC Paderborn aus dem Januar auf seinen fünften Scorerpunkt (bisher zwei Tore, zwei Vorlagen) in der laufenden Saison. Sieben Einsätze lang ist der 28-Jährige in Sachen Tore und Vorlagen inzwischen glücklos geblieben, was beim SV Werder Bremen allerdings niemanden über die Maßen besorgt. Im Gegenteil: An der Weser sind sie sich einerseits sicher, dass Bittencourt schon bald wieder zählbares abliefert, wollen den erfahrenen Offensivspieler andererseits aber ohnehin nicht nur an seiner Statistik messen.

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„Ich bin überzeugt davon, dass Leo in Sachen Scorerpunkte in dieser Saison noch erfolgreich sein wird“, sagt Clemens Fritz und hebt eine generelle Besonderheit in Bittencourts Spiel hervor: „Es tut uns einfach gut, dass Leo manchmal ein kleiner Heißsporn auf dem Platz ist.“ In der Tat ist es während der Bremer Spiele meist der Mann mit der Rückennummer 10, der seine Teamkollegen und die Fans auf der Tribüne als erstes pusht, der Sieges- und Einsatzwillen vorlebt, wovon, so Fritz' Gedanke, die komplette Mannschaft profitiert. Leo, der Leader. Nicht zuletzt deshalb gehört er dem Mannschaftsrat an und ist erster Stellvertreter von Kapitän Ömer Toprak. Was allerdings alles nichts daran ändert, dass Bittencourt in den vergangenen Wochen sportlich reichlich Luft nach oben ließ, offensiv oft falsche Entscheidungen traf und den Schalter Richtung Defensive hier und da zu spät umlegte. „Vielleicht haben ihn die Ausfälle zuletzt etwas den Rhythmus gekostet“, sagt Fritz und verweist auf Bittencourts Gelbsperre gegen Ingolstadt sowie auf seine Corona-Infektion, wegen der er zehn Tage lang nicht beim Team weilen konnte, das Heimspiel gegen Darmstadt komplett verpasste und gegen Sandhausen nur für die Rolle als Joker infrage kam. „Jetzt habe ich es aber gut verkraftet“, sagt Bittencourt über seinen 76-Minuten-Einsatz während des jüngsten 1:1 beim FC St. Pauli – und betont: „Ich bin wieder fit.“

Kurz vor dem so wichtigen Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Ostersonntag, 13.30 Uhr) dürften sie das bei Werder mehr als gerne hören. Weil es die Hoffnung nährt, dass Bittencourt endlich wieder für Scorerpunkte sorgt. Wie das gegen den „Club“ geht, hatte der Offensivmann schon während des Hinspiels bewiesen, als er kurz vor Schluss den 2:1-Siegtreffer markierte.

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