Erste Runde im DFB-Pokal Werder blamiert sich in Heidenheim

Heidenheim. Werder Bremen ist bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Im Auswärtsspiel beim Drittligisten 1. FC Heidenheim gingen die Grün-Weißen als 1:2-Verlierer vom Platz. Zwischenzeitlich verschoss Marko Marin einen Elfmeter.
30.07.2011, 17:22
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Werder blamiert sich in Heidenheim
Von Daniel Stöckel

Heidenheim. Werder Bremen ist bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Im Auswärtsspiel beim Drittligisten 1. FC Heidenheim gingen die Grün-Weißen als 1:2 (1:0)-Verlierer vom Platz. Zwischenzeitlich verschoss Marko Marin einen Elfmeter.

Werder-Trainer Thomas Schaaf setzte gegen den Drittligisten auf die zuletzt in den Testspielen erprobte Abwehr-Viererkette. Im Angriff begann das Sturm-Duo Markus Rosenberg/Lennart Thy. Nicht im Werder-Kader standen die verletzen Claudio Pizarro, Sebastian Prödl, Per Mertesacker, Naldo, Mikael Silvestre, Sebastian Boenisch, Leon Balogun und Denni Avdic. Für den Brasilianer Wesley und Neuzugang Mehmet Ekici blieb zumindest ein Platz auf der Ersatzbank.

Die Ausrichtung der Grün-Weißen vor dem Anpfiff war klar: „Wir wollen wieder nach Berlin“, so Schaaf. Nach einem vorsichtigen Abtasten zu Spielbeginn tauchte Werder nach fünf Minuten zum ersten Mal vor dem Heidenheimer Tor auf, aber der Schuss von Aaron Hunt war kein Problem für Heidenheims-Torwart Frank Lehmann. Auch ein Versuch von Andreas Wolf im Anschluss an einen Freistoß von Marko Marin wurde von der Heidenheimer Defensive abgeblockt (12.)

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gastgeber immer forscher und es deutete sich aus Werder-Sicht ein Geduldsspiel an. Denn der ballsichere Drittligist suchte auch immer wieder den Weg nach vorne. So zum Beispiel in der 17. Minute, als Werder-Keeper Tim Wiese so gerade noch vor Florian Tausendpfund an den Ball kam. Oder auch sieben Minuten später, als Sandro Sirigu sich an zwei Werder-Verteidigern vorbeidrehte, allerdings am Tor vorbeizielte.

Wirkliche Großchancen sahen die 10.000 Zuschauer – darunter knapp 1300 Werder-Fans - in der Voith-Arena aber bis dahin nicht. Das änderte sich in der 33. Minute: Nachdem Sokratis Papastathopouloseinen Konter der Heidenheimer foulverdächtig beendete, spielte Werder den Ball schnell nach vorne. Den Pass von Aaron Hunt verwandelte Rosenberg aus rund 20 Metern mit einem ebenso ansehnlichen wie unhaltbaren Schuss in die rechte obere Tor-Ecke zum 1:0 für die Grün-Weißen – da hatte Lehmann im Heidenheimer Kasten überhaupt keine Abwehrchance. Bis dahin waren Werders Angreifer gut gedeckt gewesen.

Bis zur Halbzeitpause blieb es beim knappen Vorsprung für Werder. Personell unverändert kamen beide Mannschaften wieder aus der Kabine. Nach fünf Minuten Anlaufphase wurde es in der zweiten Hälfte spektakulär: Zunächst bekam Werder die große Chance, die Führung auszubauen. Nach einem Handspiel von Tausenpfund zeigte Schiedsrichter Dr. Jochen Drees auf den Elfmeterpunkt, aber Lehmann parierte den schwach geschossenen Strafstoß von Marin nahezu mühelos. (51.)

Sieben Minuten später jubelten die Gastgeber erneut. Christian Sauter schlenzte einen Freistoß toll über Werders Abwehrmauer hinweg und unhaltbar für Wiese ins Tor (57.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später bauten die Heidenheimer ihre 1:0- Führung weiter aus: Marc Schnatterer setzte sich im Zweikampf gegen Wolf durch und ließ anschließend auch Wiese kein Abwehrgelegenheit. Clemens Fritz war zuvor zu spät gewesen.

Schaaf reagierte mit einem Doppelwechsel: Für Thy und Borowski brachte der Werder-Coach Mehmet Ekici und Marko Arnautovic in die Partie (61.). Werder blieb insgesamt zu harmlos, die Pässe kamen nicht an und die Zeit rannte den Bremern davon. Heidenheim stabilisierte unterdessen seine Abwehr und lauerte auf Konter.

Der in der 74. Minute für Hunt eingewechselte Sandro Wagner war es, der immerhin mal wieder für etwas Torgefahr sorgte. Allerdings bekam der Angreifer nach Flanke von Lukas Schmitz nicht genug Druck hinter seinen Kopfball (78). Im Gegenzug schoss Sauter über das Werder-Tor.

Werder warf in der Schlussphase alles nach vorne. Zunächst rettete Schnatterer auf der Torlinie gegen Wolf (85.), dann suchte Marin noch einmal den Abschluss (90.), aber Lehmann hielt den Ball fest. Eine Minute vor Ablauf der Nachspielzeit stürmte zwar auch noch Werder-Keeper Wiese mit, aber auch diese Offensivaktion blieb letztendlich wirkungslos.

Nach dem Pokal-Aus muss sich Werder jetzt völlig auf die Bundesliga-Saison konzentrieren. Am kommenden Sonnabend treffen die Grün-Weißen zum Auftakt im Weserstadion auf den 1. FC Kaiserslautern.

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Heidenheim – Werder Bremen 2:1 (0:1)

1. FC Heidenheim:Lehmann – Sirigu, Göhlert, Tausendpfund, Feistle – Weil, Sauter – Rühle (68. Spann), Essig (89. Jarosch) , Schnatterer – Heidenfelder (75. Krebs)

Werder Bremen:Wiese – Fritz, Papastathopoulos, Wolf, Schmitz – Bargfrede, Borowski (61. Ekici), Hunt (74. Wagner), Marin – Thy (61. Arnautovic), Rosenberg

Tore:0:1 Rosenberg (33.), 1:1 Christian Sauter (57.), 2:1 Schnatterer (59.)

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