Nach Aussprache mit Burdenski

Baumann schlägt versöhnliche Töne an

Werders Ehrenspielführer Dieter Burdenski und Sportchef Frank Baumann haben sich nach ihrem verbalen Schlagabtausch ausgesprochen. Das Verhältnis bleibe freundschaftlich, sagte Baumann.
25.05.2020, 11:54
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Baumann schlägt versöhnliche Töne an
Von Christoph Bähr
Baumann schlägt versöhnliche Töne an

Dieter Burdenski und Frank Baumann lieferten sich in der vergangenen Woche einen verbalen Schlagabtausch.

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Es ging während der vergangenen Woche ungewöhnlich hart zur Sache in der ansonsten stets auf Harmonie bedachten Werder-Familie. Am Montag schlug Sportchef Frank Baumann dann aber wieder versöhnliche Töne an. Werders Ehrenspielführer Dieter Burdenski hatte Trainer Florian Kohfeldt und die Klubführung im WESER-KURIER scharf kritisiert, doch Baumann betonte nun: „Dieter und ich haben ein sehr gutes Verhältnis, ich würde sogar von einem freundschaftlichen Verhältnis sprechen. Daran ändert sich auch nichts, da wird nichts hängen bleiben.“ Am Sonntag habe er sich mit Burdenski bereits ausgesprochen, berichtete Werders Sportchef.

Zur Erinnerung: Burdenski hatte die Vereinsführung als tatenlos und beratungsresistent kritisiert. „Sie haben ihr Konzept im Kopf und ziehen das gnadenlos bis zum bitteren Ende durch“, sagte er und stellte infrage, ob Florian Kohfeldt noch der richtiger Trainer für Werder im Abstiegskampf ist. Baumann hatte daraufhin unter anderem entgegnet: „Wir sind mit vielen, die sich in den letzten Wochen kritisch geäußert haben, regelmäßig im Austausch. Deswegen kann ich den Vorwurf, dass wir kritische Geister nicht hören und in unsere Überlegen nicht einfließen lassen, überhaupt nicht gelten lassen.“

Inzwischen haben sich die Gemüter offenbar abgekühlt. „Ich schätze an Dieter sehr, dass er immer kritisch ist, nicht nur öffentlich, sondern auch in Gesprächen“, betonte Baumann und fügte hinzu: „Umgekehrt kann er selbst aber auch sehr gut mit Kritik umgehen. Und wir konnten gewisse Dinge einfach nicht so stehen lassen. Wir mussten den Verein und einzelne Personen schützen.“

Kohfeldt wollte derweil nicht mehr viel zur Kritik der vergangenen Woche sagen, neben Burdenski hatte etwa auch Werder-Legende Rune Bratseth im norwegischen Fernsehen die Entlassung des Trainers gefordert. „Ich habe verdeutlicht, dass mich die Kritik auch persönlich getroffen hat. Das stand mir zu, denke ich. Jetzt lasst uns über Sport reden“, meinte Kohfeldt. Und Baumann stellte nach dem 1:0-Sieg in Freiburg klar: „Genugtuung spüren wir deshalb jetzt überhaupt nicht. Wir haben lediglich unsere Überzeugung vertreten, das ist unser Recht und auch unsere Pflicht.“

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