Überraschender Werder-Plan

Benjamin Goller soll bei Karlsruhe bleiben

Viele rechneten fest mit der Rückkehr von Benjamin Goller, der ein Jahr an den Karlsruher SC ausgeliehen war. Nun könnte er aber doch beim KSC bleiben.
14.06.2021, 19:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Sander und Björn Knips
Benjamin Goller soll bei Karlsruhe bleiben

Bleibt Benjamin Goller beim KSC?

Uli Deck

Eigentlich hatte man ihn schon wieder im Kader des SV Werder gesehen. Benjamin Goller galt nach einem Leih- und Lehrjahr beim Karlsruher SC als sicherer Kandidat für das Bremer Zweitliga-Aufgebot. Aber nun steht eine Verlängerung des Leihgeschäfts im Raum. „Wir sind im Austausch mit dem KSC“, sagt Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball, im Gespräch mit unserer Deichstube.

Gegenüber dem "kicker" hatte Karlsruhes Sportchef Oliver Kreuzer zuvor erklärt, sich einen Goller-Verbleib „sehr gut vorstellen“ zu können. Mit der Leistung des 22-Jährigen in der vergangenen Spielzeit, die der KSC auf Platz sechs beendet hatte, war er sehr zufrieden, attestierte dem schnellen Außenangreifer ein „brutales Tempo“ und insgesamt eine „starke Saison“. Goller kam auf 27 Einsätze, in denen er vier Tore erzielte. Der gebürtige Reutlinger war 2019 aus der Jugend des FC Schalke 04 nach Bremen gewechselt und wirkte für Werder schon in zehn Bundesliga-Partien mit, ehe er verliehen wurde. Kreuzer lobt Goller nun als „super Zweitliga-Spieler“.

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Demnach sollte der ehemalige U20-Nationalspieler eigentlich einer sein, den Werder beim Aufbau einer neuen Mannschaft selbst gut gebrauchen kann und tunlichst nicht weggeben sollte. Aber etwas überraschend sind die Bremer Gedanken andere. Fritz: „Benni hat sich in Karlsruhe sehr gut entwickelt, und wir können uns vorstellen, dass eine weitere Leihe von einem Jahr für ihn das Sinnvollste ist. Aber es ist noch nichts entschieden.“

Eventuell überlässt Werder also einen Spieler mit guter Entwicklung und gutem Potenzial einem direkten Konkurrenten. Damit das Sinn macht, kann eigentlich nur eine Schlussfolgerung gelten: Die Bremer haben noch bessere Spieler für die Positionen entweder schon im Kader oder wenigstens im Auge. „Wir haben schon sehr viele junge Spieler für diese Position und müssen schauen, dass wir da ausgewogen besetzt sein werden“, erklärt Fritz. Eren Dinkci (19) sowie Nick Woltemade (19) sollen in der Bremer Offensive bald eine größere Rolle einnehmen. Dazu kommt – einen Verkauf von Milot Rashica vorausgesetzt – vermutlich mindestens eine gezielte Neuverpflichtung für die Außenpositionen. Gollers Zeit bei Werder soll dann 2022 so richtig beginnen, bekräftigt Ex-Nationalspieler Fritz: „Ich möchte festhalten: Wir sehen Bennis Zukunft ganz klar bei Werder.“

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