Pizarro über die Zeit nach der Karriere „Bis jetzt habe ich kein Angebot von Werder“

Claudio Pizarro hat in einer Medienrunde über seine Planungen für die Zeit nach der Karriere gesprochen. Vor allem aber betonte der 41-Jährige, dass er erst noch mit Werder den Klassenerhalt schaffen will.
15.04.2020, 11:32
Lesedauer: 3 Min
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„Bis jetzt habe ich kein Angebot von Werder“
Von Christoph Bähr

Es war eine viel diskutierte Meldung in Zeiten, in denen im Fußball der Spielbetrieb ruht. Claudio Pizarro habe dem FC Bayern bereits als Markenbotschafter zugesagt, stand in der „Sport Bild“. Am Dienstag dementierte der Werder-Stürmer in einer Online-Medienrunde noch einmal, dass es bereits eine Einigung gebe: „Die Aufgabe beim FC Bayern ist für mich sehr interessant, aber momentan gilt meine volle Konzentration Werder. Das werde ich mir überlegen, wenn die Saison zu Ende ist.“ Viele Bremer Fans hoffen, dass Pizarro nach der Karriere nicht nur für die Bayern arbeitet, sondern auch für Werder. Darauf angesprochen sagte er: „Wenn ich ein Angebot bekomme, dann werde ich mir das überlegen. Bis jetzt habe ich kein Angebot von Werder erhalten.“

Am liebsten wollte Pizarro ohnehin noch nicht zu weit vorausblicken. Sein Abschiedsspiel, das eigentlich in diesem Jahr im Weserstadion steigen sollte, werde wohl verschoben. „Aktuell braucht man darüber nicht nachzudenken. Man kann nichts planen“, sagte Pizarro. Sorgen darüber, dass seine große Karriere im Falle eines Saisonabbruchs aufgrund der Coronavirus-Pandemie im Verborgenen enden könnte, mache er sich auch nicht. „Ich konzentriere mich total auf meinen Job und unser Ziel, in der Liga zu bleiben. Das ist mein Fokus. Was danach kommt, kommt danach“, betonte der 41-Jährige.

Er lebt also in der Gegenwart, will zum Abschluss der Laufbahn unbedingt noch das letzte große Ziel Klassenerhalt schaffen. Dafür habe er hart gearbeitet, als die Werder-Profis individuell zu Hause trainieren sollten. „Das war eine Zeit, in der man sich auf das, was kommt, vorbereiten konnte. Das war wie eine Vorbereitung. Für uns ist es wichtig, dass wir alle fit sind“, unterstrich Pizarro. Dass seit rund einer Woche wieder in Kleingruppen auf dem Platz trainiert werden darf, sei ein weiterer wichtiger Schritt für die Mannschaft: „Es ist nicht einfach, alleine zu trainieren. In Gruppen können wir jetzt endlich wieder mit dem Ball auf den Platz gehen.“

Telefonate mit der Familie

Auch für Pizarro, der den Fußball liebt wie kaum jemand, haben sich die Prioritäten aktuell verschoben. Er telefoniere viel mit seiner Familie in München und Peru, spreche über die aktuelle Situation. „In der ganzen Welt hat die Gesundheit Priorität. Wir kämpfen gegen ein Virus, das ist nicht einfach“, betonte die Werder-Legende und fügte hinzu: „Für uns als Spieler ist Fußball aber unser Job, für den wir bezahlt werden. Also müssen wir uns darauf konzentrieren.“

Geisterspiele zur Fortsetzung der Saison seien natürlich nicht ideal, sagte Pizarro. Die Unterstützung der Fans würde ihm und dem Team dabei sehr fehlen, aber Spiele ohne Zuschauer seien eben eine Möglichkeit, um die Saison zu Ende zu bringen. „Ich glaube schon, dass wieder gespielt wird“, sagte Pizarro. „Natürlich muss dafür einiges passen, die Gesundheit aller Menschen ist das Wichtigste. Aber der Fußball ist auch etwas Ablenkung für die Leute und die Fans. Das kann eine gute Sache sein für die Leute.“

Etwas Ablenkung verschafft vielen Fans aktuell auch die Lektüre des WESER-KURIER-Magazins über Claudio Pizarros Karriere. Die Sturmlegende selbst hat ebenfalls schon reingeschaut und zeigte sich begeistert: „Das ist super, genial. Ich habe mich wirklich gefreut. Ich muss mich bedanken beim Weser-Kurier, die haben das super gemacht. Die Leute werden das sehr mögen.“

Das Pizarro-Magazin

Viele Interviews, Anekdoten und Geschichten über Claudio Pizarro gibt es im neuen Magazin des WESER-KURIER über die außergewöhnliche Karriere der Werder-Legende. Das Heft ist in unserem Online-Shop unter www.weser-kurier.de/shop erhältlich, auch eine telefonische Bestellung ist in Corona-Zeiten natürlich möglich unter 0421-3671-6616. Außerdem gibt es das Heft im Zeitschriftenregal vieler Supermärkte in Bremen und Umgebung. Der Preis für das 100 Seiten starke Magazin: 9,80 Euro.

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