Fritz über Schmids Entwicklung „Er hat den Schalter umgelegt“

Er musste eine ganze Zeit lang warten, doch gegen Stuttgart durfte Romano Schmid sein Debüt für Werder geben. Clemens Fritz glaubt, dass der junge Offensivspieler eine Phase des Zweifelns nun überwunden hat.
10.12.2020, 12:04
Lesedauer: 1 Min
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Von Christoph Bähr und Christoph Sonnenberg

Clemens Fritz ist auch deshalb Leiter Profifußball bei Werder geworden, weil er mit seiner Erfahrung als Profi den Spielern bei Bedarf beratend zur Seite stehen kann. Bei Romano Schmid war in der laufenden Saison der Rat des Ex-Nationalspielers bereits gefragt. Der 20-Jährige kam vor der Saison von seiner Leihstation Wolfsberger AC, wo er Stammspieler in der österreichischen Bundesliga war, nach Bremen und saß erst einmal nur auf der Tribüne. „Ich habe mit ihm darüber gesprochen. Ich habe das selbst erlebt, als ich damals aus der zweiten Liga nach Leverkusen gewechselt bin. Im ersten halben Jahr habe ich keinerlei Rolle gespielt“, sagt Fritz. „Dann kommen eben auch mal Einheiten, die nicht so laufen und nach denen man ins Grübeln gerät. Romano kam mit unheimlich viel Selbstvertrauen her, aber dann gab es schon eine Phase, in der er ins Zweifeln gekommen ist.“

Diese Phase sei aber längst vorbei. „Man merkt, dass er den Schalter umgelegt hat“, findet Fritz. Bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Stuttgart durfte Schmid sein Werder-Debüt geben: Der offensive Mittelfeldspieler wurde für die letzten zehn Minuten eingewechselt. „Er war sehr belebend, war sofort da, hat sich gewehrt“, lobt Fritz. „Er ist ein Fußballer, der für den besonderen Moment sorgen kann.“

Besondere Momente gab es in Werders Offensive zuletzt nur selten. Ein dribbelstarker, kreativer Spieler wie Schmid könnte der Mannschaft guttun, doch die Erwartungen sollten jetzt nicht sofort in die Höhe schießen, mahnt Fritz. „Er braucht weiterhin ein bisschen Geduld, wir wollen ihn weiterentwickeln. Es ist ein großer Schritt aus Österreich in die Bundesliga. Hier ist es schneller, hier geht es anders zur Sache. Der Trainer hat andere Vorstellungen und Erwartungen. Es ist ein Prozess.“ Schmid nehme die Situation inzwischen sehr gut an, betont Fritz. „Ich erlebe ihn als Spieler, der lernen will, der bereit ist, sich bemüht. Ich bin überzeugt, dass er noch sehr wichtig für uns sein wird.“

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