Corona-Infektion Schmid geht es besser – doch jetzt wartet der Kampf um den Stammplatz

Werder-Profi Romano Schmid geht es nach seiner Corona-Infektion deutlich besser. Seinen Platz im Mittelfeld ist der 22-Jährige nun aber erst einmal los. Die Tür bleibt für den Österreicher aber weiter offen.
09.08.2022, 12:43
Lesedauer: 2 Min
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Von mbü

Natürlich gibt es keine Krankheit auf dieser Welt, die im richtigen Moment um die Ecke kommt. Für Romano Schmid war seine jetzige Corona-Infektion dennoch mehr als ungünstig. Seinen Platz im Mittelfeld des SV Werder ist der Österreicher nämlich erst einmal los – und Vertreter Jens Stage hat seine Sache beim Liga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg auch noch äußert gut gemacht. Ganz so einfach dürfte es für Schmid also nicht sein, direkt wieder in die Startelf zurückzukehren. Zumal noch unklar ist, wann der 22-Jährige überhaupt wieder richtig angreifen kann.

„Ihm geht es deutlich besser“, erklärte Werders Cheftrainer Ole Werner am Dienstag. „Im Endeffekt war der Tag, an dem er auch positiv getestet wurde, der, an dem es ihm am schlechtesten ging. Er wird heute nochmal einen Test machen. Es ist jetzt aber unseriös, eine Prognose abzugeben, wann er genau zurückkommen wird.“ Was einerseits an der Virenlast liegt, die natürlich so gering sein soll, dass Schmid niemanden ansteckt und andererseits an der körperlichen Fitness, die nach solch einer Erkrankung keine automatische Rückkehr ins Teamtraining garantiert.

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Somit hat Jens Stage – sofern er unbeschadet durch die nähere Zukunft kommt – aktuell ziemlich gute Karten im Werder-Gefüge. Er besitzt die Chance, sich mit vergleichbaren oder besseren Leistungen als in Wolfsburg festzuspielen. Sich unverzichtbar zu machen. So sehr, dass Ole Werner an ihm irgendwann einfach nicht mehr vorbeikommt. Doch so einfach ist die Rechnung für den Bremer Coach nicht. „Das kann es sowieso nie geben, dass man sich auf einen Spieler festlegt. Warum sollte man das als Trainer auch machen, das ergibt eigentlich keinen Sinn?“, betonte er. „Man weiß ja nie, was dann in der nächsten Woche passiert. Man muss immer schauen, welche Aufstellung in diesem Moment die beste für die Mannschaft ist.“
Die Tür, sie bleibt für Romano Schmid also offen.

Mit einer kleinen Einschränkung. „Es ist natürlich manchmal so, dass man jetzt ein Gerüst hat, die dortigen Abläufe sehr klar sind und die Mannschaft sich damit wohlfühlt – und dann willst du nicht zu viel verändern“, schilderte der 34-Jährige. „Das heißt aber trotzdem, dass wenn jemand seine Leistung nicht bringt oder ein anderer sich durch Trainingsleistungen nach vorne spielt, man als Trainer für Veränderungen offen sein muss. Deshalb ist es wichtig, dass wir auf allen Positionen im Sinne der Mannschaft einen Konkurrenzkampf führen.“ Romano Schmid dürfte darauf brennen, diesen wieder aufzunehmen.

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