Gemeinsame Ausbildung Das hält Ex-Profi Tim Borowski von Werder-Trainer Ole Werner

Während ihrer Ausbildung zum Fußballlehrer hatten Tim Borowski und Ole Werner auf gemeinsamen Rückfahrten Zeit, sich kennenzulernen. Das sagt der Ex-Profi heute über Werder Bremens Trainer.
17.08.2022, 16:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Es waren lange Autofahrten, von Hennef zurück in den Norden, und viele waren es auch – Tim Borowski und Ole Werner hatten nach den Unterrichtseinheiten während ihrer Ausbildung zum Fußballlehrer also reichlich Zeit, um sich gut kennenzulernen. „Ich habe Ole bestimmt 18.000 Mal nach Hause gefahren“, berichtet Ex-Profi Borowski, der sich als Fan des aktuellen Werder-Cheftrainers outet, unserer Deichstube.

„Ole ist einfach sehr authentisch, er verstellt sich nicht und hat trockene Sprüche drauf, bei denen du manchmal echt am Boden liegst“, betont Borowski, der Werner zudem großen Ehrgeiz attestiert – und das Ganze mit einem nett gemeinten Seitenhieb garniert: „Er macht das alles völlig unaufgeregt und gut. Dabei ist er erst 34, auch wenn er 20 Jahre älter aussieht.“

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Bis zum Bundesliga-Abstieg im Jahr 2021 hatte Borowski als Co-Trainer des damaligen Bremer Chefcoaches Florian Kohfeldt gearbeitet. Eine Rolle, die er sich auch an der Seite von Werner hätte vorstellen können: „Menschlich und sportlich hätte das definitiv gepasst. Es war aber nie ein Thema.“ Dass Borowski seinem ehemaligen Chef Kohfeldt im Herbst 2021 zum VfL Wolfsburg folgt, hingegen sehr wohl. Auf die Nachfrage, ob sein Wechsel zu den Wölfen denn theoretisch möglich gewesen wäre, entgegnet der Ex-Nationalspieler bemerkenswert offen: „Praktisch auch.“ Dass es dennoch nicht dazu kam, erklärt Borowski wie folgt: „Ich bin nach dem Abstieg bewusst erst mal rausgegangen, um durchatmen zu können, denn der Abstieg hat richtig wehgetan. Das musste ich für mich reflektieren und aufarbeiten.“

Aktuell genießt Borowski die Zeit mit seiner Familie und kümmert sich um seinen Stiftungsverein – bis sich irgendwann im Fußball die nächste Tür für ihn öffnet. Denn abgeschlossen hat der 42-Jährige mit der Branche keineswegs. Werder verfolgt er bis heute intensiv, sieht jedes Spiel, steht noch mit dem einen oder anderen Profi in Kontakt – und freut sich, wenn Ole Werner, sein Mitfahrer von einst, Erfolge verbucht. „Als wir den Lehrgang zusammen hatten, war er noch Cheftrainer in Kiel. Da ist er nach Auswärtsspielen manchmal mit Augenrändern in der Sportschule angekommen, die waren drei Finger breit“, erinnert sich Borowski – und betont: „Ich ziehe den Hut davor, wie er das damals gemeistert hat.“

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