Ex-Werder-Profi Eggestein: "Hätte mir schönere Zeitpunkte vorstellen können"

Mit dem SC Freiburg trifft Maximilian Eggestein in der Europa League auf Olympiakos Piräus. Sein Wechsel von Werder Bremen zu den Breisgauern ist ihm dennoch nicht leicht gefallen.
14.09.2022, 11:23
Lesedauer: 2 Min
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Eggestein:
Von Malte Bürger

Vor etwas mehr als einem Jahr kickte Maximilian Eggestein noch in der zweiten Liga, nun steht in der Europa League eine aufregende Reise nach Griechenland zu Olympiakos Piräus an. Möglich gemacht hat dies ein Wechsel vom SV Werder Bremen zum SC Freiburg, in den vergangenen zwölf Monaten hat der Mittelfeldspieler ein ebenso spannendes wie erfolgreiches neues Kapitel seiner Karriere aufgeschlagen. In der aktuellen Folge des Podcasts „Kicker meets Dazn“ blickt Eggestein noch einmal auf seine Zeit in Bremen zurück – und erklärt, dass der Abschied nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist.

„Ich war zehn Jahre in Bremen. Mir ist der Schritt dort raus nicht ganz einfach gefallen“, gesteht der 25-Jährige. „Ich bin in diesem Verein groß geworden, seitdem ich 14 bin.“ Der Name Eggestein war lange eng mit Werder verbunden, doch dann kam 2021 der Abstieg, und mit dem Gang in die zweite Liga wurde alles anders. „Ich habe mich zu der Zeit komplett auf die Sache eingelassen. Das hat man auch gesehen, glaube ich“, erinnert sich Eggestein, der nicht nur beim Bremer Pokal-Aus in Osnabrück noch für Werder spielte, sondern auch in den ersten drei Saisonpartien. Gegen Düsseldorf erzielte er sogar noch ein wichtiges Tor per Elfmeter.

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„Die ganze Situation bei Werder war damals nicht ganz einfach, weil der Verein in keiner wirtschaftlich einfachen Lage war. Natürlich hat man auch in der Kabine nicht ganz genau gewusst, wer am Ende der Transferphase noch da sein wird“, sagt Eggestein, der Mitte August, kurz nach einer 1:4-Niederlage gegen Paderborn, selbst von der Weser an die Dreisam wechselte. Nach 181 Pflichtspielen für die Profis in Grün-Weiß.

„Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich hätte nicht alles gemacht“, betont Eggestein noch heute. „Aber bei der Sache mit Freiburg hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Es war aber auch keine Entscheidung von heute auf morgen, sondern ich habe mir schon etwas Zeit dabei gelassen, die ganze Angelegenheit mit vielen Leuten besprochen und ein paar Nächte darüber geschlafen.“ Werder profitierte letztlich finanziell, nahm kolportierte vier Millionen Euro samt möglicher Bonuszahlungen ein, verlor im Gegenzug aber im laufenden Spielbetrieb ein Gesicht der Mannschaft und des Vereins. „Ich hätte mir schönere Zeitpunkte vorstellen können. Letztlich musste ich aber einfach einen Haken dranmachen“, meint Eggestein.

Inzwischen ist Werder zurück im Fußball-Oberhaus, im Oktober trifft Eggestein erstmals auf seinen Ex-Verein. Wenig überraschend dürfte es für ihn ein Wiedersehen der besonderen Art werden. Bis dahin hat der jetzige Freiburger aber noch einiges mit seinem aktuellen Club vor – in der Bundesliga und auch in der Europa League.

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