Verträge ausgelaufen, doch Werder wartet ab Bartels und Langkamp brauchen Geduld

Wie geht es weiter mit Fin Bartels und Sebastian Langkamp? Die Verträge der beiden sind ausgelaufen, doch Werder-Sportchef Frank Baumann hat die Routiniers um Geduld gebeten.
13.07.2020, 18:36
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Bartels und Langkamp brauchen Geduld
Von Christoph Bähr

Für die Relegation wurden ihre Vertrage noch einmal um wenige Tage verlängert, doch inzwischen sind Fin Bartels und Sebastian Langkamp offiziell keine Werder-Profis mehr. Die Verträge der Routiniers sind ausgelaufen, verabschiedet hat sie allerdings noch keiner. Bei beiden ist die Zukunft ungewiss, möglicherweise bleiben sie aber auch in Bremen. „Es gibt noch zu viele Fragezeichen im Kader. Deshalb wollen wir bei Fin und Sebastian jetzt noch keine Entscheidung treffen“, erklärte Sportchef Frank Baumann am Montag auf Nachfrage des WESER-KURIER.

Gespräche mit Bartels und Langkamp habe er bereits geführt, um sie über den Stand der Dinge zu informieren, sagte Baumann. „Sie müssen noch Geduld haben.“ Ob die beiden weiterhin gebraucht werden, hängt auch davon ab, wer bei Werder bleibt und wer möglicherweise noch kommt.

Bartels hat sich nach seiner langen Leidensgeschichte mit einem Achillessehnenriss und immer wieder neuen Verletzungen in der Rückrunde als Joker etabliert. 13-mal wurde der 33-Jährige in der Liga eingewechselt, einmal spielte er von Anfang an, ein wirklicher Faktor in der Offensive war der Außenstürmer dabei aber nie. Das änderte sich in der Relegation, als Bartels in beiden Partien gegen Heidenheim nach seiner Einwechslung für Schwung sorgte und im Rückspiel sogar den wichtigen zweiten Treffer vorbereitete. Mit Milot Rashica wird ein Flügelstürmer Werder verlassen. Ob Bartels auf der Position als Alternative mit viel Erfahrung benötigt wird, müssen die Verantwortlichen nun beurteilen. Laut „Kicker“ zeigt der Zweitligist Holstein Kiel bereits Interesse am gebürtigen Kieler. Holstein-Präsident Steffen Schneekloth war Bartels' Berater und hat immer noch ein enges Verhältnis zu dem Angreifer.

Langkamp hatte in der abgelaufenen Spielzeit mehrmals mit Verletzungen zu tun: Muskelfaserriss, Rückenschmerzen, Knieprobleme. In der Endphase der Saison war der 32-Jährige, der auch dem Mannschaftsrat angehörte, ein zuverlässiger Backup. Als er gegen Schalke, Bayern und Heidenheim kurzfristig in der Innenverteidigung gebraucht wurde, zeigte Langkamp solide Leistungen. Mit Niklas Moisander, Milos Veljkovic, Ömer Toprak, Marco Friedl und Christian Groß verfügt Werder nach jetzigem Stand über fünf Kandidaten für die Innenverteidigung. Nun muss also entschieden werden, ob Langkamp als zusätzliche Alternative gehalten werden soll.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+