Kohfeldt unzufrieden mit Spiel gegen Lustenau

„Wir müssen wach bleiben“

Werder gewann gegen Austria Lustenau zwar verdient mit 4:2, doch Trainer Florian Kohfeldt fand nach dem Testspiel kritische Worte für die Leistung seiner Mannschaft.
24.08.2020, 18:04
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Von Christoph Bähr und Christoph Sonnenberg
„Wir müssen wach bleiben“

Florian Kohfeldt passten einige Dinge im Spiel gegen Lustenau nicht.

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Drittes Testspiel, dritter Sieg – Florian Kohfeldt hätte die Partie gegen Austria Lustenau schnell abhaken können, doch der Werder-Trainer richtete stattdessen mahnende Worte an seine Spieler. Der 4:2-Sieg gegen den österreichischen Zweitligisten war zwar absolut verdient und die Bremer hatten in der Offensive phasenweise ansehnliche Kombinationen gezeigt, zufrieden war Kohfeldt am Montag aber trotzdem nicht. „Es war eine Summe von kleinen Nachlässigkeiten. Wir haben denen zwei Tore geschenkt und hätten mindestens fünf Tore mehr machen müssen. Von der Aufmerksamkeit und Spannung her war es nicht das, was ich mir wünsche“, betonte er.

Das Spiel zum Abschluss des Zillertal-Trainingslagers hatte Kohfeldt im Vorfeld als „mentale Aufgabe“ bezeichnet. Trotz müder Beine sollten seine Spieler alle Kräfte mobilisieren, doch diesen Eindruck hatte Kohfeldt nicht immer. „Mit der Saisonvorbereitung war ich bisher super zufrieden. Jetzt ist aber der Moment, in dem ich sage: Vorsicht! Nicht in die andere Richtung abdriften! Wir müssen wach bleiben“, forderte der Coach.

Zudem sprach Kohfeldt nach der Partie gegen Lustenau über Milot Rashica, der zur Pause eingewechselt wurde, ein Tor erzielte und nach einer guten Viertelstunde den Platz schon wieder verlassen musste. Der Flügelstürmer, über dessen anvisierten Wechsel sich Werder mit RB Leipzig bislang nicht einigen konnte, hatte Kreislaufprobleme. Rashica hatte zuvor schon die Testspiele gegen Braunschweig (2:0) und Linz (4:1) verpasst. Erst war er geschont worden, um sich vor einem Vereinswechsel nicht noch zu verletzen. Dann plagten ihn Adduktorenprobleme. „Ohne diese ganze Vorgeschichte hätte ich ihn im Hotel gelassen. Aber er wollte auch zeigen, dass er bereit ist, für Werder Bremen zu spielen“, erklärte Kohfeldt und betonte einmal mehr: „Milot ist nullkommanull unglücklich, wenn er hier bleibt.“

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