Rost wettert gegen die „Werder-Familie“

„Wie bei einem großen schwedischen Möbelhaus“

Frank Rost meint, es herrsche zu viel Harmonie in der „Werder-Familie“. Im Abstiegsfall müsse es Konsequenzen geben, sagte der Ex-Torwart in der „Bundesligashow“ von NDR 2.
25.06.2020, 15:07
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Von dpa
„Wie bei einem großen schwedischen Möbelhaus“

Frank Rost sieht das aktuelle Geschehen bei Werder kritisch.

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Aus Sicht des früheren Bremer Torwarts Frank Rost geht es bei Werder zu harmonisch zu. „Ich habe in den letzten Wochen gedacht, ich bin bei einem großen schwedischen Möbelhaus in der Mensa. Da hörst du ja nur noch ,We are Family' – die große Werder Familie“, sagte der 46-Jährige in der „Bundesligashow“ von NDR 2. „Das ist ja Wahnsinn. Das kannst du ja nicht mehr mit anhören. Das ist Profifußball, das dürfen wir nicht vergessen.“

Werder Sportchef Frank Baumann wollte das nicht so stehen lassen. „Wir sind auch in den letzten Jahren sehr kritisch miteinander umgegangen und haben immer wieder das getan, was für den Verein am besten ist“, sagte er. Es sei normal, dass nicht jede einzelne Entscheidung richtig sei. „Wir haben hier eine sehr kritische und kontroverse Streitkultur.“

Rost, der zwischen 1992 und 2002 bei Werder unter Vertrag stand, hält personelle Konsequenzen im Falle eines Abstiegs für unumgänglich. „Ich glaube, dann musst du den Weg freimachen“, sagte Rost. „Nicht nur auf der Trainerposition. Ich glaube, dann muss auch der eine oder andere im Vorstand vielleicht mal sagen: ,Es sollte nicht sein und Bumm – und dann treten wir mal zurück.'"

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