Köln will in Bestbesetzung auflaufen

Gisdol: „Werden keine Geschenke verteilen“

Werder braucht am letzten Spieltag einen Sieg gegen Köln, um noch eine Chance auf die Relegation zu haben. Für die Kölner geht es um nichts, dennoch werde sein Team alles geben, sagt Trainer Markus Gisdol
25.06.2020, 16:28
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa/wkf
Gisdol: „Werden keine Geschenke verteilen“

Kölns Trainer Markus Gisdol will keinen Werder keinen Spieler schonen.

dpa

Trainer Markus Gisdol und Sportchef Horst Heldt fordern von den Spielern des 1. FC Köln zum Saison-Abschluss bei Werder Bremen noch einmal eine Top-Leistung. „Wir können noch Plätze nach oben klettern, was für den Verein nicht unwichtig ist im Hinblick auf die neue Saison“, sagte Heldt am Donnerstag. „Das haben wir auch dem Mannschaftsrat mitgeteilt, dass das für uns wichtig ist." Durch einen Sieg könnten die Kölner in der Fernsehgeld-Wertung Plätze gutmachen und etwa die Bremer überholen, die im Abstiegsfall im TV-Ranking fallen würden.

Insbesondere in Düsseldorf hatte es zuletzt Spekulationen darüber gegeben, dass die bereits geretteten Kölner im Weserstadion nicht mehr mit vollem Einsatz spielen könnten. Bremens direkter Konkurrent Fortuna Düsseldorf liegt vor dem abschließenden Spieltag zwei Punkte und vier Tore vor Werder. Ein Punkt beim 1. FC Union Berlin würde der Fortuna nur die Relegation bescheren, sollte Werder nicht gleichzeitig mit mindestens vier Toren Unterschied gegen den FC gewinnen.

Gisdol und Heldt wiesen derlei Gedanken weit von sich. „Wir stellen auch alle Personalien in den nächsten Tagen hinten an, um die Wichtigkeit dieses Spiels zu verdeutlichen“, bekräftigte Heldt, und Gisdol versprach: „Wir wollen alles reinhauen, was wir haben.“ Der Kölner Coach will sein Team in Bestbesetzung auflaufen lassen: „Nicht im Ansatz werden wir ein Bundesliga-Spiel dafür nutzen, irgendwelche Geschenke zu verteilen.“

Angesichts der nun feststehenden Rettung hofft Gisdol auf den ersten Sieg seit dem Beginn der Geisterspiele aufgrund des Coronavirus. „Der Mannschaft ist diese Befreiung deutlich anzumerken“, sagte Gisdol. „Ich habe diese Woche Dinge im Training gesehen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+