Großes Lob für Füllkrug

„Das waren extrem wichtige Tore“

Vier Tore in vier Spielen - Niclas Füllkrug hat einen starken Saisonstart hingelegt. Werders Sportlicher Leiter Clemens Fritz lobt den Stürmer ausgiebig und wirbt dafür, Füllkrugs Verletzungshistorie abzuhaken.
22.10.2020, 15:21
Lesedauer: 2 Min
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„Das waren extrem wichtige Tore“
Von Jean-Julien Beer

Der Kauf von Niclas Füllkrug im Sommer 2019 war mit einem gewissen Risiko verbunden – aber auch mit einer Vision. Darauf wies Florian Kohfeldt schon damals immer hin, wenn allgemein hinterfragt wurde, ob 6,3 Millionen Euro Ablöse für einen Spieler mit drei Knorpelschäden nicht eine unvernünftige Belastung wären für die knappe Werder-Kasse. Der Trainer argumentierte damals: Ohne diese Verletzungshistorie wäre ein Spieler dieser Qualität für die Bremer gar nicht zu bezahlen – und wenn man es schaffe, Füllkrug wieder vernünftig aufzubauen, könne der Stürmer seinen Marktwert auch wieder enorm steigern und für Werder noch zu einem sehr guten Geschäft werden, durch viele Tore oder sogar durch einen teuren Verkauf.

Als sich Füllkrug nach ein paar sehr guten Spielen im Herbst 2019 das Kreuzband riss, schienen diese Pläne durchkreuzt. Doch der Stürmer kämpfte sich zurück und schaffte mit vier Toren nach vier Spieltagen einen starken Saisonstart. „Er ist mit Herz und Leidenschaft dabei, wie man im Training und in den Spielen sieht“, lobt Werders Sportlicher Leiter Clemens Fritz, „wir freuen uns sehr über den guten Start, den er hingelegt hat, und über seine Tore. Es waren extrem wichtige Tore.“ Füllkrug überzeugt als Torschütze und als Führungsspieler, der die anderen mitreißt – sich aber selbst nie zu wichtig nimmt. „Er fügt sich gut in die Mannschaft ein“, bestätigt Fritz, „er kann nur so gut spielen, wenn ihn die anderen unterstützen. Das kann er auch gut einschätzen.“

An eine mögliche Wertsteigerung des 27 Jahre alten Angreifers in dieser zweiten Saison nach der Rückkehr aus Hannover mag Fritz zwar nicht denken, zumal das in Corona-Zeiten ohnehin im Fußballgeschäft schwieriger geworden ist. Er wirbt aber dafür, die Verletzungshistorie „komplett abzuhaken“ und hofft, dass Füllkrug die Zeit, die er durch Verletzungen verloren hat, nun hinten dranhängen kann in seiner Karriere: „Er hat noch einige Jahre vor sich, ist im besten Fußballer-Alter. Ich wünsche mir für uns und für Niclas, dass er das fortsetzt. Ich bin optimistisch, dass das auch gut funktioniert.“

Dann wäre es tatsächlich eine Verpflichtung, bei der sich Werders Mut ausgezahlt hat. Denn Füllkrug ist aus Werders Startelf nicht wegzudenken und dürfte ein entscheidender Spieler sein, um nicht wieder tief in den Abstiegskampf zu geraten. Das betont auch Fritz: „Niclas weiß um seine Rolle: Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns.“

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