Dank Toprak und neuem Bewusstsein Werder ist hinten plötzlich stabil

Kurz vor dem Gastspiel in Bielefeld hat Trainer Florian Kohfeldt erklärt, welche Rolle Toprak für die gestärkte Defensive spielt – und weshalb die neue Stabilität ein Erfolg der gesamten Mannschaft ist.
06.02.2021, 23:18
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Cottäus

Nach der Erholungspause gegen Greuther Fürth wird es nun auch für Ömer Toprak wieder ernst: Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld (Sonntag, 18.00 Uhr) wird er in die erste Elf von Werder Bremen zurückkehren. Schließlich ist es zu großen Teilen auch das Verdienst des 31-Jährigen, dass die Bremer Abwehr in dieser Saison zu den sichersten der Liga zählt. Vor dem 20. Spieltag hatten nur fünf Vereine – darunter die Topteams Bayern München, RB Leipzig und VfL Wolfsburg – weniger Gegentore kassiert als die 27 der Bremer. Kurz vor dem Gastspiel in Bielefeld hat Trainer Florian Kohfeldt erklärt, welche Rolle Toprak für die gestärkte Defensive spielt – und weshalb die neue Stabilität ein Erfolg der gesamten Mannschaft ist.

Kleiner Rückblick: Vor der Saison hatte der Werder-Coach verkündet, dass er mit seinem Team zwar nach wie vor attraktiven Offensivfußball spielen möchte, der Weg dorthin nun aber ein anderer sei als zuvor – nämlich der über die Grundtugenden des Spiels. Tenor damals: Erst wenn die Basics sitzen, kann daraus irgendwann wieder mehr entstehen. Und diese Basics saßen nach der Fast-Abstiegssaison überhaupt nicht mehr. Inzwischen ist das deutlich besser geworden. „Mit Ausnahme von zwei Spielen in der Hinrunde haben wir es bisher über die gesamte Saison geschafft“, sagte Kohfeldt und klammerte das Hinspiel gegen Hertha BSC (1:4) sowie das 3:5 beim VfL Wolfsburg aus. „Da waren es jeweils zu viele Gegentore, aber sonst sind wir immer stabil gewesen“, betonte Kohfeldt, der die Gründe dafür an allen Mannschaftsteilen festmachte.

„Es gibt ein Bewusstsein in der gesamten Mannschaft dafür, wie wichtig das defensive Arbeiten ist“, sagte der Trainer. Ob nun Josh Sargent als einzige echte Sturmspitze oder das Mittelfeld um Maximilian Eggestein, Kevin Möhwald, Manuel Mbom und Romano Schmid: Sie alle denken defensiv. Und helfen dadurch natürlich auch Torhüter Jiri Pavlenka, laut Kohfeldt derzeit „in sehr guter Verfassung“, sowie dem Prunkstück der Bremer Abwehr – der Dreier- beziehungsweise Fünferkette.

„Wir haben da hinten einen sehr, sehr stabilen Verbund“, betonte Kohfeldt und zählte ausdrücklich auch Back-up-Profi Niklas Moisander mit auf. Im Mittelpunkt standen zuletzt aber andere. Die Außenspieler Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson und sogar noch etwas mehr die Innenverteidiger Milos Veljkovic, Marco Friedl – und eben Ömer Toprak, der den zentralen Part in der Abwehrkette gibt.

„Ömer ist eine dominante Persönlichkeit, auch in der Kabine. Er nimmt sich sehr den jungen Spielern an und gibt immer wieder Tipps“, berichtete Kohfeldt. Zudem habe Toprak etwas, das große Spieler auszeichne: „Er hat den Mut. Am Ende ist es relativ egal, ob es Training ist oder Spiel – er spielt den Ball, dribbelt an und hat keinen Schiss.“ In den vergangenen Wochen war deutlich zu erkennen, dass Toprak Werders Abwehrkette so auf ein anderes Level heben kann. Nur fit muss er dafür bleiben, darf sich auf keinen Fall die nächste schwerwiegendere Verletzung zuziehen.

Kohfeldt: „Wichtig ist, dass er im Rhythmus bleibt, dass wir da keinen längeren Ausfall haben. Es ist das erste Mal, seit Ömer bei Werder ist, dass er diesen Rhythmus hat. Und dann sieht man auch, welch starke Figur er für uns ist.“ Eine, die mit dafür verantwortlich ist, dass nach 19 Spieltagen erst 27 Gegentore zu Buche stehen. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte Werder zu diesem Zeitpunkt schon 44 kassiert.

Info

Zur Sache

Die Deichstube ist die Werder-Redaktion des WESER-KURIER. Im Internet unter www.deichstube.de oder als App für iPhone und Android-Handys.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+