Nachfolger von Kohfeldt

Klaus Allofs traut Schaaf die Werder-Wende zu

Thomas Schaaf führt Werder in das letzte Spiel der Saison. Sein alter Weggefährte Klaus Allofs traut dem Erfolgstrainer die Wende zu. Eine Einschränkung macht das Vorstandsmitglied von Fortuna Düsseldorf aber.
16.05.2021, 14:41
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Von Carsten Sander
Klaus Allofs traut Schaaf die Werder-Wende zu

Klaus Allofs war von 1999 bis 2012 Werder-Manager.

Marius Becker

Alles, was er sagt, gilt unter Vorbehalt, sagt Klaus Allofs und kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Denn dem ehemaligen Mitstreiter Thomas Schaaf für seine kurze Mission als möglicher Retter des SV Werder Glück zu wünschen, kann das Vorstandsmitglied des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf nicht ohne Einschränkung machen. Schließlich gab es am Sonntagmittag, als die Nachricht des Trainerwechsels bei Werder Bremen öffentlich wurde, noch die theoretische Chance, dass sich Werder und die Fortuna in der Relegation treffen können. „Alles, was ich Thomas wünsche, muss ich deshalb darauf beschränken, dass wir nicht gegeneinander spielen“, erklärt Allofs, der von 1999 bis 2012 als Werder-Manager gearbeitet hatte und den Club in der Zeit gemeinsam mit Schaaf zu einem international angesehenen Verein entwickelt hatte.

Dass der Ex-Club sich jetzt einen Spieltag vor Saisonende von Trainer Florian Kohfeldt getrennt und Schaaf als Kurzzeit-Nachfolger installiert hat, ist für Allofs keine Überraschung. „Ein Schachzug, der zu erwarten war“, meint der 64-Jährige. Ob er für den Klassenerhalt zu spät kommt und gerade noch rechtzeitig, weiß jedoch auch Allofs nicht vorherzusagen: „Ich drücke Thomas natürlich die Daumen, aber die Aufgabe wird kein Selbstläufer. Aber jetzt noch mal einen neuen Impuls zu setzen und die richtigen Stellschrauben zu finden, dazu ist Thomas in der Lage.“

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Um mehr könne es so kurz vor Saisonende ohnehin nicht mehr gehen. Allofs: „Es geht nicht mehr um taktische Dinge, sondern darum, eine neue Ansprache zu finden. Siehe das Beispiel Hamburger SV und Horst Hrubesch. Thomas muss die Spieler jetzt inhaltlich aus der Sackgasse führen, muss bei ihnen noch mal alles auf null setzen. Das ist das, was ein Trainerwechsel zu diesem Zeitpunkt bewirken kann. Vermutlich hat er auch schon Ansatzpunkte im Kopf, er kennt die Mannschaft ja sehr gut.“

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