Kohfeldt über die Wechsel in der Startelf „Ich mache das immer situationsabhängig“

In jedem Spiel gab es bei Werder zuletzt Veränderungen in der Startelf, manchmal auch überraschende. Dahinter stecke aber kein Rotationsprinzip, sagte Trainer Florian Kohfeldt und führte andere Gründe an.
09.06.2020, 15:47
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Christoph Bähr und Malte Bürger

Sechs Spiele hat Werder nach der Corona-Pause bisher bestritten, dabei war die Startelf nie identisch - auch nicht, als es zwischendurch mit sieben Punkten aus drei Partien mal gut lief. Florian Kohfeldt sorgte immer wieder für Überraschungen, stellte plötzlich Christian Groß gegen Gladbach auf, Sebastian Langkamp gegen Schalke oder Fin Bartels gegen Frankfurt. Ein geplantes Rotationsprinzip in Zeiten mehrere englischer Wochen stecke allerdings nicht dahinter, sagte der Werder-Trainer. „Ich habe mir weder vorgenommen, in letzter Zeit viel zu rotieren, noch gesagt, dass ich nur mit elf Spielern durchspielen will. Man muss sich immer den Einzelfall ansehen.“

Manchmal hatte Kohfeldt wohl den Eindruck, dass ein Spieler seine Chance nicht genutzt hatte. Manchmal setzte er darauf, dass ein Spieler gut zum Gegner passen könnte. So war es bei Langkamp, der gegen Schalke sein erstes Spiel seit November bestritt, oder bei Ludwig Augustinsson, der jüngst gegen Wolfsburg wieder den Vorzug vor Marco Friedl erhielt. „Ich mache das immer situationsabhängig. Ludwig ist ein gutes Beispiel, weil einfach das Profil dessen, was auf dieser Position gespielt werden sollte, besser zu ihm gepasst hat“, erläuterte Kohfeldt, der sich vom Schweden mehr Offensivaktionen erhofft hatte als von Friedl.

Mehrere Umstellungen hatten allerdings auch gar nichts mit dem Gegner zu tun, sondern waren aus der Not geboren. „Es war der eine oder andere erzwungene Wechsel dabei durch Verletzungen oder durch Gelbsperren“, sagte Kohfeldt. Gegen Wolfsburg fehlte etwa Milot Rashica (Probleme mit dem Sprunggelenk), und Leonardo Bittencourt (Beckenprellung) war nur fit für einen Kurzeinsatz. Auch Kevin Vogt war vorher einmal verletzt gewesen. Davy Klaassen, Milos Veljkovic und Philipp Bargfrede mussten zwischenzeitlich gesperrt aussetzen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+