Nach Platzverweis des Werder-Kapitäns

Kohfeldt macht Moisander keinen Vorwurf

Kurz vor dem Ende des Relegations-Hinspiels gegen Heidenheim sah Niklas Moisander die Gelb-Rote Karte. Werder-Trainer Florian Kohfeldt zeigte Verständnis für das taktische Foul seines Kapitäns.
03.07.2020, 11:02
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Kohfeldt macht Moisander keinen Vorwurf
Von Christoph Bähr
Kohfeldt macht Moisander keinen Vorwurf

Das war es für den Kapitän: Niklas Moisander bekommt von Schiedsrichter Felix Zwayer die Gelb-Rote Karte gezeigt und ärgert sich.

nordphoto/gumzmedia

Es war eine Entscheidung innerhalb von Sekundenbruchteilen. Werder wollte Heidenheim auf keinen Fall ein Auswärtstor gestatten, und dann verloren die Bremer wieder einmal den Ball, sodass der Zweitligist kurz vor Schluss eine gefährliche Konterchance bekam. Also ging Kapitän Niklas Moisander frühzeitig dazwischen, unterbrach den Gegenangriff durch ein Foul an Sebastian Griesbeck und sah in der 87. Minute die Gelb-Rote Karte. Dieser Platzverweis sei unzweifelhaft berechtigt gewesen, räumte Florian Kohfeldt später ein.

Einen Vorwurf wollte der Werder-Trainer Moisander deswegen aber nicht machen: „Er hatte Angst, dass hinten was passiert, und hat sich dafür entschieden. Vielleicht hätten wir den Konter auch noch anders klären können, aber wir hätten diese Situation gar nicht erst entstehen lassen dürfen.“ Die letzten Minuten überstand Werder in Unterzahl ohne Gegentor, auch wenn die Mannschaft unorganisiert wirkte und mit einem Mann weniger plötzlich doch nach vorne spielen wollte. „Man muss einen klaren Plan haben. Die Schlussphase hätte ich mir anders gewünscht“, sagte Kohfeldt.

Für das Rückspiel am Montag in Heidenheim muss sich der Coach nun überlegen, wie er Moisander ersetzen will. „Als Kapitän und Führungsspieler wird er uns sehr fehlen“, betonte Kohfeldt. Immerhin kehrt mit Kevin Vogt nach abgesessener Gelbsperre ein anderer Führungsspieler zurück. Vogt könnte auch für Moisander in der Innenverteidigung auflaufen, wird aber wohl eher in zentraler Rolle als Pendler zwischen Abwehrkette und defensivem Mittelfeld benötigt. Für die Innenverteidigung stehen als Alternativen noch der wieder genesene Ömer Toprak, der seit März kein Spiel bestritten hat, Sebastian Langkamp, Christian Groß und auch Marco Friedl bereit.

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