Formkrise beim Stürmer

Osako-Comeback in Kohfeldts Plänen? „Ich war immer überzeugt von ihm“

In der Rückrunde blieb Yuya Osako bei Werder Bremen meist die Rolle des Zuschauers. Die jüngsten Leistungen in der Nationalmannschaft könnten das aber ändern.
03.04.2021, 10:11
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Von Carsten Sander
Osako-Comeback in Kohfeldts Plänen? „Ich war immer überzeugt von ihm“

Bei Werder Bremen lief es für Yuya Osako zuletzt alles andere als rund. In der Nationalmannschaft holte sich der Japaner aber Selbstvertrauen.

nordphoto / Stoever

Er galt mal als der Liebling des Trainers. Doch davon kann seit geraumer Zeit nicht mehr die Rede sein. In der Rückrunde ist Yuya Osako bei Werder Bremen noch zu keinem Startelf-Einsatz gekommen, bis zur Einwechslung gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Spieltag blieb der Japaner sogar vier Spiele in Folge gänzlich ohne Einsatzzeit. Doch nun könnte der Zeitpunkt gekommen sein, an dem sich Coach Florian Kohfeldt wieder an den sensiblen Offensivakteur erinnert. Denn Yuya Osakos jüngste Auftritte im japanischen Nationalteam haben den Werder-Trainer beeindruckt. „Ich habe sehr wohlwollend registriert, wie befreit er agiert hat“, sagt Kohfeldt über Osako. Dass für den nun ein längerer Einsatz Sonntag im Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart folgt oder er sogar ein Kandidat für die Startelf ist, sei eine „Sache der Abwägung“, so Kohfeldt.

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In seinen Gedanken muss der 38-Jährige mit drei Faktoren jonglieren. Erstens: Osako hat sich während seines ersten Heimataufenthaltes seit Monaten und in den Partien gegen Südkorea (3:0, zwei Torvorlagen) sowie die Mongolei (14:0, drei Tore, ein Assist) neues Selbstvertrauen und mentale Frische geholt. Möglich, dass seine Bremer Verzagtheit damit verschwunden ist. Zweitens: Der Trip nach Japan war nicht ohne. „Er ist am Donnerstag nach 18 Stunden Reisezeit bei uns angekommen“, führt Kohfeldt an, „jetzt muss ich im Training schauen, ob er Frische hat oder ob er Erholung braucht.“ Und drittens: Passt Osako am Sonntag überhaupt zum Gegner? „Da würde ich jetzt schon sagen: ja“, meint Kohfeldt und zeigt, dass das mit dem Lieblingsspieler immer noch ein bisschen aktuell ist: „Ich bin überzeugt von Yuya, das war ich immer. Er kann uns eine spielerische Komponente geben wie sonst kein anderer.“

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