Kommentar zum Werder-Trainer

Kohfeldt plötzlich ein Gewinner

Ausgerechnet aus der größten Krise geht Trainer Florian Kohfeldt bei Werder Bremen gestärkt hervor. Das hat seine Gründe, kommentiert Chefreporter Jean-Julien Beer.
10.07.2020, 09:54
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Von Jean-Julien Beer
Kohfeldt plötzlich ein Gewinner

Es war vermutet worden, jetzt ist es gewiss: Florian Kohfeldt bleibt Trainer beim SV Werder Bremen.

Tom Weller/DPA

Florian Kohfeldt ist nicht irgendein Trainer für Werder, das hat Klub-Chef Marco Bode oft betont. Im Optimalfall ist Kohfeldt die Identifikationsfigur, der Visionär und das Gesicht des Vereins. Aber was war zuletzt schon optimal?

Dass Kohfeldt bei Werder bleibt, war nach dem Klassenerhalt keine Überraschung. Dass er als Gewinner aus der Krise hervorgeht, ist aber bemerkenswert. Die Saisonanalyse stärkte ihn: Ein Mann alleine kann nicht die Schuld tragen für so viele Fehler im Verein. Und weil Kohfeldt, von Hoffenheim umworben, in der Branche viel positiver gesehen wird als sein darbender Verein, konnte er sogar Bedingungen stellen.

Jedoch: Weder sein Bleiben, noch das von Manager Frank Baumann wurde in Bremen mit einem Feuerwerk gefeiert. Beide müssen nun liefern und die angestrebten Verbesserungen umsetzen. Immerhin wissen sie bei Werder nun, dass ihr Trainer nicht bei jedem Angebot das Weite sucht. Doch hier gilt: Diesmal lockte nur Hoffenheim. Auch wenn dieser Klub höchst modern ist, fehlt der Reiz. Bei einem Werben des BVB wäre es wohl anders ausgegangen. Doch so ein Angebot muss sich Kohfeldt erst wieder erarbeiten – bei Werder.

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