Kommentar zum nahenden Klassenerhalt

Das muss mehr als die Rettung werden

Nach dem Sieg gegen Arminia Bielefeld hat Werder den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft. Das verschafft dem Klub Planungssicherheit, diesen Vorsprung muss Werder aber auch nutzen, meint Björn Knips.
11.03.2021, 15:01
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Von Björn Knips
Das muss mehr als die Rettung werden

Mit zwei Treffern von Kevin Möhwald und Josh Sargent hat sich Werder den vorzeitigen Klassenerhalt gesichert.

nordphoto GmbH / Kokenge

Glückwunsch, Werder! Nicht mal kühnste Optimisten hätten nach dem Fast-Abstieg und dem personellen Aderlass daran geglaubt, dass der Klassenerhalt schon am 24. Spieltag geschafft ist. Okay, es gibt da dieses eine mahnende Beispiel. Übrigens nicht Stuttgart, wie Trainer Florian Kohfeldt angemerkt hat, sondern Ulm. Der SSV hatte im Jahr 2000 wie nun Werder nach 24 Partien 30 Punkte und musste dann mit 35 Zählern runter. Allerdings: Der Ulmer Vorsprung betrug damals nur sechs Punkte – bei Werder sind es elf!

Also: Haken dran, Grün-Weiß bleibt drin. Jetzt kann der Spaß beginnen. Und das womöglich mit besserem Fußball, den sich alle Bremer wünschen – vor allem Trainer Florian Kohfeldt. Seine Taktik, erst eklig zu sein, um zu punkten, war die richtige Lehre aus der katastrophalen Vorsaison. Und wer weiß, wo das noch hinführt: In der Liga ist Europa nur fünf Punkte entfernt. Und im Pokal fehlen nur noch drei Siege bis zur Rückkehr ins internationale Geschäft. Natürlich sind das Träumereien, aber allesamt besser als der Albtraum von vor einem Jahr.
Es ist aber auch eine überraschende Chance: Die Verantwortlichen besitzen unerwartet früh Planungssicherheit, was gerade in der Coronakrise enorm wertvoll ist. Diesen Vorsprung muss Werder aber auch nutzen – zum Beispiel bei der Zusammenstellung des Kaders und der Akquise von Sponsoren.

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