Friedl auf dem Weg zum Abwehrchef?

„Da ist noch viel Potenzial“

Marco Friedl ist seit Saisonbeginn in der Werder-Abwehr gesetzt. Vor dem Spiel gegen den Ex-Klub Bayern lobt Florian Kohfeldt die Entwicklung des Verteidigers, sieht aber auch noch Verbesserungspotenzial.
21.11.2020, 10:28
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„Da ist noch viel Potenzial“
Von Christoph Bähr
„Da ist noch viel Potenzial“

Marco Friedl ist bei Werder zum Leistungsträger gereift.

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Zweimal kam Marco Friedl bisher im Werder-Trikot gegen seinen Ex-Verein FC Bayern zum Einsatz: Beim 1:6 und beim 0:1 in der vergangenen Saison. An diesem Sonnabend (15.30 Uhr) trifft der 22-Jährige also zum dritten Mal auf die Münchener und seinen guten Kumpel David Alaba. „Für ihn ist es natürlich ein besonderes Spiel“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. Im Vergleich zur Vorsaison hat sich für Friedl vor diesem Duell mit der eigenen Vergangenheit etwas Entscheidendes verändert: Er muss nicht mehr darüber nachdenken, ob er zum Einsatz kommt, sondern ist in der Bremer Abwehr gesetzt. In allen sieben Ligapartien kam der österreichische Nationalspieler über die volle Distanz zum Einsatz.

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„In der vergangenen Saison ist Marco bei uns unglaublich gereift“, sagt Trainer Florian Kohfeldt. „Er stand auch mal extrem in der Kritik, was nicht leicht für ihn war, aber er hat nie seine positive, humorvolle Art verloren. Er hat sich dann entschieden, dagegen anzugehen, dabei haben wir ihn als Trainerteam unterstützt.“ Friedl stabilisierte sich schon in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit und hat jetzt noch einmal einen Entwicklungssprung gemacht. Da geht aber noch einiges mehr, glaubt Kohfeldt. „Er ist auf einem sehr ordentlichen Weg zu einem gesetzten Innenverteidiger in der Bundesliga, ist aber noch lange nicht am Limit. Da ist noch viel Potenzial. Ich hoffe, dass er mit dem gleichen Ehrgeiz wie bisher weiter an sich arbeitet.“ Friedl könne sich beispielsweise im Andribbeln, bei den Spielverlagerungen und auch im Stellungsspiel noch verbessern, betont der Coach.

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Es spricht einiges dafür, dass der Österreicher ehrgeizig bleibt. Gerade erst hat er im WESER-KURIER-Interview schließlich offenbart, dass er auf zehn Punkte aus den sechs Spielen bis Weihnachten hofft. Ein sehr ambitioniertes Ziel, das bei seinem Trainer nicht ganz so gut ankam. „Das ist eine Spielermeinung, der Trainer denkt von Spiel zu Spiel.“ Sauer auf Friedl sei er aber nicht, sagt Kohfeldt. Nur eines ist ihm wichtig, falls es nicht klappen sollten mit den zehn Punkten: „Schmiert es mir nicht aufs Brot, sondern Marco Friedl.“

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