Nachfolger von Bode Fuchs zum Chef des Werder-Aufsichtsrats gewählt

Marco Fuchs übernimmt den Posten des Aufsichtsratschefs bei Werder Bremen. Der OHB-Chef wurde einstimmig zum Nachfolger von Marco Bode gewählt.
07.10.2021, 19:48
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Von den Vereinsmitgliedern gewählt wurden die Kandidaten für den neuen Werder-Aufsichtsrat bereits Anfang September, gestern Nachmittag wurde das Gremium nun von der Hauptversammlung offiziell bestätigt. Direkt im Anschluss daran hielt der neue Aufsichtsrat seine konstituierende Sitzung ab – und wählte Marco Fuchs dabei einstimmig zu seinem Vorsitzenden. Damit folgt der 59-Jährige, der im Vorfeld als Favorit auf den Posten gegolten hatte, als Aufsichtsratschef auf Ex-Profi Marco Bode.

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„Ich bedanke mich für das in mich gesetzte Vertrauen meiner Aufsichtsratskolleg:innen. In der neuen Konstellation möchten wir den SV Werder Bremen bestmöglich durch die Zukunft begleiten. Dazu ist ein intensiver Rückblick auf die vergangenen Monate nötig, doch zugleich auch ein vor uns liegender Weg, der von Geschlossenheit und konstruktiver, vertrauensvoller Arbeit geprägt sein wird“, lässt sich Fuchs in einer Mitteilung des Vereins zitieren.

Der Vorstandsvorsitzende der OHB System AG sitzt bereits seit Ende 2014 im Aufsichtsrat der Grün-Weißen. Zuletzt hatte er den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden inne. Neben Axel Plaat ist Fuchs eines von zwei Mitgliedern, die dem Gremium erhalten blieben. Harm Ohlmeyer, Dirk Wintermann, Florian Weiß und Ulrike Hiller waren von den Mitgliedern neu hinzugewählt worden. Hiller wurde gestern einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.  

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Wie lange Fuchs im Amt bleibt, hängt übrigens von den Ergebnissen der neu ins Leben gerufenen Satzungskommission ab, die sich vor allem mit der Frage beschäftigt, ob der Verein künftig als Gesellschafter der Kapitalgesellschaft weiterhin ein Mitglied deren Geschäftsführung stellen darf. „Die Kommission ist aufgestellt und nimmt ihre Arbeit auf. Das ist sehr positiv. Von den Ergebnissen erwarte ich wesentliche Anstöße für Verbesserungen unserer Struktur und Governance. Daher sehe ich meine Amtsübernahme als eine Art Übergangslösung bis zur Vorlage der Kommissionergebnisse“, erklärte Fuchs.

Denkbar ist die Variante, dass der Verein künftig keinen Geschäftsführer mehr entsendet, wie es aktuell in Präsident Hubertus Hess-Grunewald der Fall ist, sondern ein Aufsichtsratsmitglied. Nicht ausgeschlossen also, dass Hess-Grunewald im kommenden Jahr den Vorsitz des Gremiums von Fuchs übernimmt.

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