Bei Vorstellung in Berlin

Kruse ärgert sich über Baumanns Aussagen

Frank Baumann hat immer sein gutes Verhältnis zu Max Kruse betont. Bei seiner Vorstellung in Berlin kritisierte der ehemalige Bremer Kapitän nun jedoch den Werder-Sportchef.
07.08.2020, 15:48
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Von dpa
Kruse ärgert sich über Baumanns Aussagen

Max Kruse wurde am Freitag als Zugang bei Union Berlin vorgestellt.

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Max Kruse hat sich bei seiner Vorstellung als neuer Profi des 1. FC Union gegen sein Image als Lebemann gewehrt. „Ich bin nicht hier, um mich um das Nachtleben in Berlin zu kümmern. Ich bin hier, um Fußball zu spielen“, sagte der 32-Jährige am Freitag. Gleichzeitig kritisierte der Offensivspieler jüngste Aussagen von Werders Sportchef Frank Baumann, die suggeriert hatten, dass Kruse nicht nur aus sportlichen Gründen zu Union gewechselt sei. Auch Werder hatte sich mit einer Rückholaktion des ehemaligen Kapitäns befasst, doch beide Seiten fanden nicht zusammen. Jetzt sagte Kruse in Richtung Baumann: „Ich finde es schade, dass man nach drei Jahren Zusammenarbeit so eine Aussage tätigt. Jeder, der mich kennt, der weiß, wenn ich mich für etwas entscheide, dann zu 100 Prozent." Baumann hatte gesagt: „Andere Dinge sind für Max wichtiger als das gewohnte Umfeld, das Wissen, was ihn hier erwartet. Er sucht die neue Herausforderung.“

Kruse ergänzte: „Natürlich ist Berlin eine schöne Stadt. Aber es geht darum, Fußball zu spielen. Bei Union will der ehemalige Nationalspieler, der zuletzt seinen Klub Fenerbahce Istanbul wegen ausstehender Gehaltszahlungen verlassen hatte, als erfahrener Stabilisator zum erneuten Klassenerhalt beitragen. „Sonst wäre ich nicht hier, wenn ich nicht glauben würde, dass es funktioniert“, sagte Kruse. In seiner Karriere hatte er bislang auch abseits des Fußballplatzes, wie beispielsweise als Pokerspieler, für Schlagzeilen gesorgt.

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