Fritz über Eggestein

„Er nimmt die Aufgabe als Führungsspieler an“

Der neue Sechser ist nicht gekommen, dazu ist Davy Klaassen gegangen. Auf Maximilian Eggestein lastet im Werder-Mittelfeld nun viel Verantwortung. Der 23-Jährige nehme die Führungsrolle an, sagt Clemens Fritz.
13.10.2020, 15:42
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„Er nimmt die Aufgabe als Führungsspieler an“
Von Christoph Bähr
„Er nimmt die Aufgabe als Führungsspieler an“

Maximilian Eggestein ist im Werder-Mittelfeld nun besonders gefordert.

nordphoto

Woche für Woche hatte Clemens Fritz betont, dass Werder darauf vorbereitet sei, noch einen Spieler zu verpflichten. Für jede Position gebe es Listen mit Kandidaten, versicherte der Leiter Scouting und Profifußball. Letztlich kam doch kein Neuzugang mehr, und Fritz musste am Dienstag konstatieren: „Man kann so viele Listen haben, wie man will, es muss auch wirtschaftlich passen.“ Werder fehlte das Geld für die erhoffte Verstärkung auf der Sechser-Position, von der auch Fritz immer wieder gesprochen hatte. Nach Davy Klaassens Abgang muss sich im Mittelfeld zudem eine neue Hierarchie herausbilden. Beides führt dazu, dass Maximilian Eggestein besonders im Fokus steht.

Trainer Florian Kohfeldt bezeichnete den 23-Jährigen als „einzigen gestandenen Spieler im defensivem Mittelfeld“. Eggestein ist demnach also primär für die Sechser- und nur noch sekundär für die Achter-Position eingeplant und soll eine Führungsrolle übernehmen. Fritz betonte jetzt: „Er nimmt diese Aufgabe als Führungsspieler an, aber auch für alle anderen ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen. Das kann nicht nur an ein, zwei Personen hängen. Mir wäre es zu einfach, wenn wir Maxi in diese Rolle hineinheben.“

Dass Eggestein der einzige defensive Mittelfeldspieler mit viel Bundesliga-Erfahrung im Kader ist, sei allen bewusst, sagte Fritz. „Aber ich denke schon, dass wir in der Breite ganz gut besetzt sind. Wir haben mehrere Spieler, die dort spielen können. Es ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation eben der Fall, dass wir das so auffangen müssen und nichts mehr machen konnten. Die Mannschaft ist fit, und das ist für den Trainer und den nötigen Konkurrenzkampf sehr wichtig.“

Der Konkurrenzkampf führte zuletzt dazu, dass mit Patrick Erras ein gelernter Sechser nur auf der Tribüne saß, auch wenn es auf der Position nur wenige Alternativen gibt. Der Neuzugang aus Nürnberg gehe mit dieser schwierigen Situation aber sehr gut um, schilderte Fritz: „Patrick hat sich super eingebracht und ist ein Top-Junge. Natürlich ist es noch einmal ein Sprung von der zweiten in die erste Liga. Er ist aber einer, der an sich arbeitet. Jedes Training absolviert er konzentriert. Wichtig ist, dass er jetzt dran bleibt – aber da machen wir uns auch keine Sorgen.“

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