Keine Genehmigung vom Gesundheitsamt

Mitgliederversammlung offiziell abgesagt

Werders Mitgliederversammlung ist seit Freitag offiziell abgesagt. Das entschied das Gesundheitsamt. Das Treffen soll im kommenden Jahr nachgeholt werden.
30.10.2020, 18:13
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Mitgliederversammlung offiziell abgesagt
Von Christoph Bähr

Werder hatte eine Sondergenehmigung für die Mitgliederversammlung am 16. November beantragt, war sich aber schon seit einiger Zeit bewusst, dass es für die Veranstaltung in der derzeitigen Pandemielage kaum eine Erlaubnis geben wird. Seit Freitag herrscht nun auch Gewissheit: Das Gesundheitsamt erteilte der Versammlung offiziell eine Absage. „Die Nachricht ist nach den Entwicklungen der letzten Tage keine Überraschung für uns. Wir werden die Veranstaltung verlegen. Die Statuten unseres Vereins geben es her, dass alle Gremien bis zum neuen Termin ihre Arbeit fortsetzen können", wird Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einer Werder-Mitteilung zitiert. Die Versammlung soll möglichst im Frühjahr 2021 stattfinden.

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Bei dem nächsten Zusammentreffen der Mitglieder stehen unter anderem die Wahlen des Aufsichts- und Ehrenrates an, die bis dahin in der aktuellen Besetzung weiterarbeiten. Das heißt auch, dass der aktuelle Aufsichtsrat wohl über die Verlängerung des auslaufenden Vertrags von Sportchef Frank Baumann entscheiden wird. Dieses Thema sollte ursprünglich nach der Wahl des Gremiums angegangen, doch aufgrund der Absage der Mitgliederversammlung hat sich die Ausgangslage verändert. Werder kann kaum bis zum Frühjahr warten, ehe eine Entscheidung über diese wichtigen Personalie fällt.

Hess-Grunewald erklärte, dass eine digitale Abstimmung über die Besetzung des Aufsichts- und Ehrenrats nicht infrage komme. „Wir haben uns auch mit diesem Szenario beschäftigt, sind aber übereingekommen, dass es in dieser Situation mit anstehenden Wahlen nicht das richtige Format für den SV Werder ist." Bereits am Donnerstag hatte der Werder-Präsident darauf hingewiesen, dass gerade viele ältere Vereinsmitglieder nicht die Möglichkeiten hätten, online abzustimmen. Andere Mitglieder lebten in ländlichen Gebieten, in denen die Internetgeschwindigkeit nicht ausreiche, um an einer digitalen Versammlung teilzunehmen, fügte Hess-Grunewald hinzu.

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