DFL veröffentlicht Finanzkennzahlen

Werder liegt bei Personalkosten im Mittelfeld

Die Deutsche Fußball Liga hat wesentliche finanzielle Kennzahlen der Profiklubs für das abgeschlossene Geschäftsjahr veröffentlicht. Werder lag bei den Personalkosten im Bundesliga-Vergleich auf Rang elf.
25.06.2020, 16:06
Lesedauer: 1 Min
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Werder liegt bei Personalkosten im Mittelfeld
Von Christoph Bähr
Werder liegt bei Personalkosten im Mittelfeld

Werders Finanzkennzahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr lassen sich nun nachlesen.

nordphoto

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat im vergangenen Jahr erstmals wesentliche finanzielle Kennzahlen der Klubs aus der ersten und zweiten Liga veröffentlicht. Das hatten die Vereine zuvor beschlossen, um für mehr Transparenz zu sorgen. Am Donnerstag folgte nun die zweite Veröffentlichung. Wichtig: Die Zahlen beziehen sich auf das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr, also bei Werder zum Beispiel auf den Zeitraum vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind an den Zahlen somit nicht abzulesen.

In dieser Zeit gaben die Bremer 71,9 Millionen Euro an Personalkosten aus. Im Geschäftsjahr 2017/18 waren es noch 58,3 Millionen Euro gewesen. Die jetzt veröffentlichte Summe bedeutete für Werder im Bundesliga-Vergleich Rang zehn. Die Bayern investierten am meisten in ihr Personal: 356,1 Millionen Euro. Dahinter folgten Dortmund (205,1 Millionen Euro) und Leverkusen (136,6 Millionen Euro).

Beim Eigenkapital stand Werder im Vergleich nicht besonders gut da. 10,5 Millionen Euro weist die Statistik bei den Bremern aus. Nur fünf Vereine kamen auf weniger Eigenkapital. Bekanntlich musste Werder kürzlich einen Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufnehmen, um die finanziellen Folgen der Corona-Krise aufzufangen.

Der Konzernjahresüberschuss der Bremer von 3,5 Millionen Euro war dagegen ordentlich und bedeutete im Vergleich zur Bundesliga-Konkurrenz Position neun. Den höchsten Verlust erwirtschaftete der VfL Wolfsburg mit einem Minus von 44,8 Millionen Euro. Als Tochtergesellschaft profitiert die VfL Wolfsburg Fußball GmbH allerdings von einem Gewinnabführungsvertrag mit dem Volkswagen-Konzern. Der regelt, dass VW alle Gewinne einstreicht, aber auch die Verluste ausgleichen muss.

Interessant in der DFL-Auflistung sind zudem die Ausgaben für Spielerberater. Werder gab nur 5,1 Millionen Euro für entsprechende Honorare aus und lag damit im Bundesliga-Vergleich auf Platz 15. Vorne rangierte Borussia Dortmund mit Zahlungen von 44,5 Millionen Euro an Berater. Dahinter folgten die Bayern mit rund 30 Millionen Euro.

Die veröffentlichten Zahlen der DFL gibt es hier.

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