So könnte Werder gegen Schalke spielen

Wettschießen zwischen Füllkrug und Selke

Mit welcher Elf tritt Werder gegen Schalke an? Im Sturm muss sich Florian Kohfeldt zwischen Davie Selke und Niclas Füllkrug entscheiden. Im Mittelfeld könnte Patrick Erras seine Chance bekommen.
25.09.2020, 18:12
Lesedauer: 2 Min
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Wettschießen zwischen Füllkrug und Selke
Von Christoph Bähr
Wettschießen zwischen Füllkrug und Selke

Davie Selke (links) und Niclas Füllkrug (rechts) buhlen um einen Platz im Werder-Sturm.

nordphoto

Die Werder-Profis saßen im Mannschaftsbus, der sich auf der Autobahn in Richtung Gelsenkirchen befand, als sie am Freitagnachmittag vom Corona-­Fall beim nächsten Gegner erfuhren. Man befinde sich im engen Austausch mit Schalke und warte ab, was das Gesundheitsamt anordne, hieß es von Vereinsseite. Die Bremer gingen erst einmal davon aus, dass die Partie an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) ganz normal ausgetragen wird und bereiten sich dementsprechend vor.

Beim Abschlusstraining vor der Abfahrt hatte es eine Art Wettschießen gegeben. Sowohl Davie Selke als auch Niclas Füllkrug trafen fast nach Belieben ins Tor. Beide wollten sich offenbar empfehlen für einen Platz im Sturm. Normalerweise hätte Füllkrug die besseren Karten, doch Trainer Florian Kohfeldt hat weiterhin Zweifel daran, dass die Fitness des Stürmers, der in der Vorsaison wegen eines Kreuzbandrisses lange fehlte, für 90 Minuten ausreicht. „Wann hilft er dem Team dauerhaft so, dass er sein Potenzial voll ausschöpfen kann? Nur das ist wichtig“, sagte Kohfeldt.

Sargent weiter in der Mitte

Der Coach muss also entscheiden, ob er Füllkrug von der Leine lässt oder wieder auf Selke setzt, der gegen Hertha den Ehrentreffer köpfte. Josh Sargent dürfte als zweiter Angreifer weiterhin gesetzt sein. Nach dem gescheiterten Ausflug auf die linke Seite soll er gegen Schalke seine Stärken besser ausspielen können. „So wie es gegen Hertha aussah, war es nicht geplant. Er sollte viel weiter vorne und viel zentraler spielen“, sagte Kohfeldt.

Im offensiven Mittelfeld stellt sich die große Frage, ob Werders Trainer an Yuya Osako festhält, der gegen Jena und Hertha enttäuschte. Kohfeldt betonte: „Yuya hat keinen Freifahrtschein, aber meine Grundüberzeugung ist, dass er ein sehr guter, kreativer Spieler für uns sein kann.“ Mit Leonardo Bittencourt steht adäquater Ersatz bereit, der Werder in der Rückrunde zum 1:0-Sieg auf Schalke schoss. Im defensiven Mittelfeld könnte Patrick Erras seine Chance bekommen und zusammen mit Maximilian Eggestein eine Doppelsechs bilden. In der Innenverteidigung bietet sich Milos Veljkovic als Alternative an. Gut möglich ist aber, dass wieder Niklas Moisander und Marco Friedl spielen.

Die mögliche Werder-Aufstellung:

Pavlenka - Gebre Selassie, Friedl, Moisander, Augustinsson - M. Eggestein, Erras - Bittencourt, Klaassen - Füllkrug, Sargent

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