Werder Trainer Werner erklärt, warum er auf Schmidt statt Rapp gesetzt hat

13 Spiele lang saß Werder Bremens Niklas Schmidt auf der Bank – gegen Dynamo Dresden durfte er nun erstmals wieder von Beginn an ran. Nicolai Rapp dagegen musste sich mit der Jokerrolle begnügen.
07.03.2022, 10:11
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Von Daniel Cottäus

Insgesamt 13 Spieltage lang hatte er sich gedulden müssen, war er aus unterschiedlichen Gründen kein Teil der Startelf des SV Werder Bremen mehr gewesen – insofern dürfte das Heimspiel gegen Dynamo Dresden (2:1) für Niklas Schmidt eine ganz besondere Bedeutung gehabt haben. Erstmals überhaupt hatte er es unter Cheftrainer Ole Werner in die erste Elf geschafft und sich dabei überraschend gegen Kontrahent Nicolai Rapp durchgesetzt. "Niklas hat es ordentlich gemacht, dafür, dass er schon so lange nicht mehr von Beginn an gespielt hat", lobte Werner und verriet, dass Schmidt bei seinem Einsatz kurioserweise auch von Rapps Qualitäten als Joker profitiert hatte.

Nachdem sich Stammspieler Romano Schmid während des Nordderbys beim Hamburger SV seine fünfte Gelbe Karte abgeholt hatte und damit für das Dresden-Spiel gesperrt war, stand Werner vor der Aufgabe, eine der beiden Achterpositionen in seinem System für das Dresden-Spiel neu zu vergeben. Rapp hatte dabei im Vorfeld als Favorit gegolten, weil er zuletzt stets als erster Einwechselspieler für einen der beiden Achter in die Partie gekommen war. Genau das sollte dem 25-Jährigen nun aber zum Verhängnis werden. "Rappo hat uns zuletzt immer sofort Stabilität gegeben, wenn er von der Bank kam", sagte Werner, der auf diesen Effekt auch gegen Dresden nicht verzichten wollte: "Es ist einfach ein sehr gutes Gefühl, zu wissen, dass man einen Nicolai Rapp noch bringen kann, der dann sofort in der Lage ist, ein Spiel zu beruhigen." Auch gegen Dresden sei das nach Rapps Einwechslung in der 66. Minute (kam für Leonardo Bittencourt) der Fall gewesen.

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Laut Werner gab es da aber noch ein – und zwar ebenso gewichtiges – Argument, das für das Startelf-Comeback von Schmidt gesprochen hat. "Wir sind vor dem Spiel davon ausgegangen, dass es mehr Räume gibt als gegen Ingolstadt. Und in diesen Halbräumen hat Niklas einfach seine Stärken." Während der Partie gegen Dresden hatte der Mittelfeldspieler zwar engagiert agiert, allerdings keine großen Impulse setzen können. Das lag sicherlich auch daran, dass er seine große Stärke nicht zeigen konnte: Sämtliche Standards wurden von Stürmer Marvin Ducksch und nicht von Rückkehrer Schmidt ausgeführt.

Am Ende brachte es der Schmid-Ersatz auf zwei Torschüsse, 56 Ballkontakte, eine Passquote von 76 Prozent sowie auf eine Zweikampfquote von 62 Prozent. Durchaus ordentliche Werte. Sie dürften aber nicht ausreichen, um Romano Schmid den Stammplatz streitig zu machen. Für das kommende Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim (Sonnabend, 20.30 Uhr) steht der Österreicher wieder zur Verfügung und dürfte in die Startelf zurückkehren.

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