Zuletzt Bankdrücker Schmidt meldet sich gegen Düsseldorf eindrucksvoll zurück

Zuletzt war der 23-Jährige nicht mehr berücksichtigt worden, nachdem er zu Saisonbeginn zum Stammpersonal gehört hatte.
17.01.2022, 11:57
Lesedauer: 2 Min
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Von Marius Winkelmann

Die Lobeshymnen nach dem 3:0-Sieg des SV Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf – sie galten einmal mehr dem prächtig harmonierenden Bremer Sturmduo Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug. Dass die Bremer ihre erste Zweitliga-Partie des neuen Jahres in den letzten 25 Minuten noch zu ihren Gunsten drehten, lag aber auch an einem Akteur, um den es sportlich zuletzt ziemlich ruhig geworden war: Niklas Schmidt.

Der 23-Jährige kam in der 60. Minute für den unglücklich agierenden Leonardo Bittencourt in die Partie und brachte umgehend Schwung in die etwas träge gewordenen Bremer Angriffsbemühungen. Dabei spielte Schmidt auf Anhieb derart frech und unbekümmert auf, dass es fast gar nicht aufgefallen wäre, dass es für den gebürtigen Kasseler der erste Einsatz seit dem 24. Oktober 2021 war.

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Kaum fünf Minuten stand Schmidt auf dem Feld, als er Düsseldorfs Keeper Florian Kastenmeier, nach Pass von Ducksch, mit einem strammen Schuss erstmals ernstzunehmend prüfte. Weitere zwei Zeigerumdrehungen später spielte Schmid an der Eckfahne einen Doppelpass mit Ducksch, dessen Flanke fand den Kopf von Sturmpartner Füllkrug und von dort den Weg ins Tor zur Bremer 1:0-Führung (67.). In der 80. Minute folgte dann Schmidts beste Aktion des Nachmittags – im Fallen spitzelte er eine Hereingabe von Milos Veljkovic gekonnt auf Ducksch weiter, der sich mit dem Treffer zum 2:0 und damit der Vorentscheidung bedankte.

Nicht nur diese Aktion mit zählbarem Erfolg wird Schmidt guttun, denn die vergangenen drei Monate waren für den Mittelfeldspieler wahrlich kein Zuckerschlecken. In den ersten elf Spielen der Zweitliga-Saison zählte das Bremer Eigengewächs noch regelmäßig zum Stamm-Personal vom damaligen Coach Markus Anfang, zeigte starke Leistungen (ein Tor, vier Assists) und wurde schließlich sogar mit einer Vertragsverlängerung belohnt. Doch dann folgte eine Leistungsdelle mit zwei schwachen Partien gegen Darmstadt und Sandhausen. Schmidt wurde plötzlich gar nicht mehr berücksichtigt, fand sich dreimal auf der Bank wieder, ehe Interimstrainer Christian Brandt ihn gegen Holstein Kiel aufgrund „schwacher Trainingsleistungen” sogar ganz aus dem Kader strich.

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Als Ende November der neue Trainer Ole Werner übernahm, infizierte sich Schmidt  mit dem Coronavirus und fiel zwei Wochen lang aus. Die Winterpause und die Testspiele nutzte Schmidt offenbar, um sich beim neuen Trainer auf den Zettel zu spielen. Jetzt ist „Schmiddi” zurück und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, wieder zu einem wichtigen Faktor beim SV Werder zu werden.

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