Werder-Neuzugang  Stark soll da sein, wenn „ein anderer seinen Job nicht macht“

Zum Ligaauftakt in Wolfsburg saß Niklas Stark 90 Minuten auf der Bank. So richtig ist der ehemalige Nationalspieler noch nicht bei Werder angekommen – Trainer Ole Werner macht dem 27-Jährigen trotzdem Hoffnung.
09.08.2022, 17:14
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Von han

Sein Transfer war als Coup gefeiert worden, Werder Bremen verpflichtet schließlich nicht alle Tage einen Spieler ablösefrei, der vor gar nicht langer Zeit noch deutscher A-Nationalspieler war. Doch noch ist Niklas Stark nicht so ganz angekommen, im ersten Saisonspiel gegen den VfL Wolfsburg (2:2) blieb er über 90 Minuten Zuschauer. Droht dem Innenverteidiger jetzt also erst mal weiter ein Bankdrücker-Dasein?

Diesen Eindruck will Ole Werner eigentlich nicht entstehen lassen. Trotzdem sagt der Trainer des SV Werder Bremen: „Im Endeffekt ist es natürlich immer so, dass ein Spieler versucht, sich über seine Leistung anzubieten, sich im Training aufzudrängen und dann für den Fall, dass ein anderer seinen Job nicht macht, da zu sein. Das macht Niklas.“ Klare Worte an einen, der Herausforderer ist. Jeder Spieler müsse „bereit sein, wenn irgendwo eine Tür aufgeht, weil mal Dinge nicht funktionieren oder ein einzelner Spieler seine Leistung nicht bringt“.

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Im Umkehrschluss heißt das: Solange die Dreierkette aus Marco Friedl, Milos Veljkovic und Co-Neuzugang Amos Pieper funktioniert, steht Niklas Stark hintenan. Gerade nach den ersten beiden Spielen im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus (2:1), als Stark krank fehlte, und eben gegen Wolfsburg gibt es eigentlich keinerlei Veranlassung, in der Defensive etwas zu verändern. Auch trotz zweier Gegentore gegen die „Wölfe“ machte die Hintermannschaft einen insgesamt stabilen Eindruck.

Dennoch: Ole Werner will da nichts in Stein gemeißelt wissen. Er sei vor dem ersten Training der Woche „logischerweise“ noch nicht auf seine Aufstellung am Samstag gegen den VfB Stuttgart festgelegt. Gerade weil Stark seine Krankheit komplett auskuriert hat: „Er ist wieder voll bei Kräften, das ist erst mal das Wichtigste“, sagt Werner. Stark kann sich also neu für die Anfangsformation anbieten: „Jetzt startet er wieder neu in die Woche, und dann werden wir am Wochenende schauen, wie wir aufstellen und was wir auch während des Spiels für Veränderungen vornehmen.“ 

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