Nach verletzungsbedingtem Saisonaus

Sahins stiller Abschied von Werder

Nuri Sahin fällt wegen einer Hüftverletzung bis zum Saisonende aus. Dass er seinen Vertrag bei Werder verlängert, ist sehr unwahrscheinlich, auch wenn sich Sportchef Frank Baumann weiterhin bedeckt hält.
02.06.2020, 18:08
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Sahins stiller Abschied von Werder
Von Christoph Bähr
Sahins stiller Abschied von Werder

Wegen einer Hüftverletzung fällt Nuri Sahin bis zum Saisonende aus.

nordphoto

Bei Borussia Dortmund ist er für die Fans immer noch ein Held, bei Werder wird Nuri Sahin dagegen wohl ein Spieler unter vielen bleiben. Die Zeit des Mittelfeldakteurs an der Weser geht gerade ganz still und leise zu Ende. Erst stand Sahin aus sportlichen Gründen nicht mehr im Kader, dann verletzte er sich an der Hüfte. „Leider hat sich die Verletzung als schlimmer herausgestellt. Nuri wird diese Saison nicht mehr spielen können“, verkündete Trainer Florian Kohfeldt am Dienstag.

Da Sahins Vertrag in Bremen Ende Juni ausläuft und er zuletzt sportlich keine Rolle mehr spielte, erscheint eine Verlängerung sehr unwahrscheinlich. Ganz zuschlagen wollte Sportchef Frank Baumann die Tür für den 31-Jährigen aber noch nicht: „Wir haben immer betont, dass Nuri auf dem Platz und außerhalb des Platzes ein sehr wichtiger Spieler sein kann. Es hängt von vielen Faktoren ab, was nächste Saison passiert. Dabei geht es um sportliche und wirtschaftliche Fragen. Es geht auch um die Kaderzusammenstellung und darum, ob man solch ein Puzzleteil vielleicht braucht.“

Baumann bleibt somit bei seiner sehr zurückhaltenden Linie in Vertragsfragen. Bei Sebastian Langkamp und Fin Bartels laufen die Verträge ebenso aus wie bei Sahin. Baumann sagte zu diesen Personalien nur: „Grundsätzlich hält man mit dem Berater Kontakt, und es wurde vorgefühlt, was sich die einzelnen Spieler vorstellen können. Aufgrund der sportlichen und wirtschaftlichen Situation haben wir aber noch viele Fragezeichen, und die Spieler müssen sich weiter gedulden, bis finale Entscheidungen getroffen werden können.“

Aus dem Trio zeichnet sich bei Sahin jedoch am klarsten ab, dass er keine Zukunft bei Werder hat. In mehreren türkischen Medien wird der Mittelfeldspieler als Zugang bei Fenerbahce Istanbul gehandelt. Bei dem Klub spielt bereits Ex-Werder-Kapitän Max Kruse, der im Sommer 2018 mehrere Gespräche mit Sahin führte und dabei half, ihn von Dortmund nach Bremen zu locken.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+