Erneute Verletzung des Innenverteidigers

Toprak verpasst wahrscheinlich zwei Spiele

Die Meldung, dass Ömer Toprak erneut verletzt ist, sorgte für Aufsehen. Trainer Florian Kohfeldt hat nun detaillierte über den Ausfall des Verteidigers gesprochen.
17.09.2020, 14:04
Lesedauer: 1 Min
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Toprak verpasst wahrscheinlich zwei Spiele
Von Christoph Bähr

Kurz vor dem Bundesliga-Start kam sie dann doch noch, die eine Negativmeldung, die bei Werder schlechte Erinnerungen an die Verletzungsmisere weckt. Ömer Toprak fällt mit einer Muskelverletzung in der Wade für die Partie gegen Hertha BSC am Sonnabend (15.30 Uhr) aus. Der Innenverteidiger werde wahrscheinlich auch das Spiel beim FC Schalke am 26. September verpassen, sagte Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag, betonte aber: „Es wird nicht vier bis sechs Wochen dauern, sondern wahrscheinlich nur zwei Spiele.“

Topraks erneuter Ausfall ist brisant, denn der 31-Jährige verpasste verletzungsbedingt bereits einen Großteil der vergangenen Saison. Zweimal hatte Toprak dabei mit Wadenverletzungen zu kämpfen. „Dass die jetzige Verletzung im Zusammenhang mit alten Verletzungen steht, kann man aber ausschließen. Ömer war schon wieder in voller Belastung“, betonte Kohfeldt.

Überhaupt habe sich der Abwehrspieler in der Saisonvorbereitung gut präsentiert. „Er hat durchtrainiert, hatte nur eine kurze Phase der Schonung. Die Verletzung ist jetzt sehr unglücklich für Ömer“, sagte Kohfeldt. Am Dienstag hatte der Ex-Dortmunder noch normal trainiert, am Mittwoch spürte er ein Ziehen in der Wade, das sich als Muskelverletzung herausstellte. „Das ist sehr schade, aber wir sollten deswegen jetzt kein zu großes Fass aufmachen“, forderte Kohfeldt. „Alles weitere werde ich mit Ömer erst einmal direkt besprechen.“

Abgesehen von Topraks Fehlen stellt sich Werders Personallage positiv dar. Milos Veljkovic, der für das Pokalspiel gegen Jena nicht im Kader stand, kehrt ins Aufgebot zurück und könnte Toprak als rechten Innenverteidiger ersetzen. „Er hätte schon gegen Jena 20, 30 Minuten oder sogar eine Halbzeit spielen können. Aufgrund der Bedeutung, die Milos für uns noch haben wird, war es aber sinnvoller, dass er noch einen konditionellen Block setzt. Gegen Hertha steht er im Kader und ist auch ein Kandidat für mehr“, sagte Kohfeldt.

Für Milot Rashica kommt ein Einsatz gegen die Hertha nach seiner Knieverstauchung dagegen noch zu früh. Gegen Schalke könnte er laut Kohfeldt wieder eine Alternative sein. Kevin Möhwald steht ebenfalls nicht im Aufgebot. Nach seiner langen Knieverletzung befinde sich der Mittelfeldspieler weiterhin im Aufbau, sagte Kohfeldt.

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