Ohne Augustinsson und Agu

Kohfeldts Problem auf links

Mit Ludwig Augustinsson und Felix Agu fallen gleich zwei Linksverteidiger aus, was Florian Kohfeldt vor ein Problem stellt. Wie er das lösen will, verrät er nicht – um auch Gegner Hoffenheim zu überraschen.
24.10.2020, 14:17
Lesedauer: 1 Min
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Kohfeldts Problem auf links
Von Christoph Sonnenberg

Es hätte sein großer Moment werden können. Viermal stand Felix Agu in dieser Saison im Kader, trotzdem weist seine Spielbilanz keinen einzigen Einsatz aus. Am Sonntag, im Heimspiel gegen Hoffenheim, hätte sich das geändert. „Felix hätte auf jeden Fall gespielt", sagte Florian Kohfeldt im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel. Doch der hochveranlagte Außenverteidiger hat sich mit dem Corona-Virus infiziert und fällt deshalb ebenso aus wie der verletzte Ludwig Augustinsson.

Ohne die beiden Optionen hat Kohfeldt ein Problem auf links. Wie er das lösen wird, wollte der Trainer nicht verraten. „Ich muss mir etwas anderes überlegen", sagte er und blockte auch auf weitere Nachfrage ab. Gut möglich, dass er sich selber noch nicht sicher ist, wie er auf das Problem reagiert.

Wird die Innenverteidigung umgebaut?

Die naheliegendste Lösung wäre Marco Friedl, der dort vergangene Saison häufig zum Einsatz kam. Die Versetzung Friedls, der sich mittlerweile einen festen Platz in der Innenverteidigung erobert hat, würde einen Umbau der zentralen Defensive zur Folge haben. Die aber stand mit dem Duo Friedl und Milos Veljkovic recht stabil. Riskiert Kohfeldt, hier Veränderungen vorzunehmen?

Die Alternativen in der Innenverteidigung sind zudem nicht gerade üppig. Niklas Moisander sitzt seit dem 1:4 gegen Hertha auf der Bank und hat keinen Rhythmus. Ömer Toprak ist erst auf dem Weg zurück ins Team. Sein 13-minütiger Einsatz beim 1:1 in Freiburg war der erste in dieser Saison.

„Müssen uns von konventionellen Denkweisen lösen"

Für Toprak gilt, was auch für Milot Rashica und Kevin Möhwald gilt: „Alle drei sind im Kader. Sie haben sehr gute Trainingswoche hinter sich, die für alle wichtig war. Sie sind alle näher ans Team herangerückt." Aber eigentlich noch nicht so weit, in der Startformation zu stehen. Oder?

„Unter normalen Voraussetzungen wäre das schwierig für sie", gesteht Kohfeldt, gibt jedoch die personelle Situation zu bedenken. „Wir müssen uns von konventionellen Denkweisen lösen. Es kann sein, dass jemand anfängt und nach 35 Minuten wieder vom Platz muss." Möhwald hat das gerade in Freiburg erlebt. „Das muss nicht so sein, kann aber passieren", so Kohfeldt und grinst. Alles offen also – auch Hoffenheim soll überrascht sein.

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