Werder im Abstiegskampf

Pavlenka will „bis zur letzten Minute kämpfen“

Seit zwei Spielen  präsentiert er sich in bestechender Form, beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen hielt er Werder Bremen auch endlich mal wieder einen Punkt fest: Jiri Pavlenka.
11.05.2021, 11:58
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Von Maik Hanke
Pavlenka will „bis zur letzten Minute kämpfen“

Denkt nicht nur an den Abstiegskampf, sondern auch schon an die nächste Saison: Werder-Torhüter Jiri Pavlenka.

Carmen Jaspersen / dpa

„Er hat es gut gemacht“, sagt Trainer Florian Kohfeldt. „Das ist auch meine Erwartung an ihn.“ Selbst spricht der Tscheche nicht über seine Leistung, er gehört ohnehin zu den stillen Zeitgenossen im Kader des SV Werder Bremen. In einem Facebook-Beitrag hat sich Jiri Pavlenka nun allerdings mal wieder zu Wort gemeldet, dabei teilweise sogar einen ungewohnt feurigen Ton angeschlagen und sein Team auf die letzten Spiele im Abstiegskampf und das so wichtige Match gegen den FC Augsburg eingeschworen.

„Wir haben die letzten beiden Ligaspiele vor uns, die über den Abstieg entscheiden werden“, leitet der 29-Jährige ein. „Die Tabelle ist extrem ausgeglichen und wir können sagen, dass wir bis zum letzten Spiel und vielleicht sogar bis zur letzten Minute kämpfen werden.“ 

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 Für den Klassenerhalt muss Werder unbedingt mal wieder gewinnen. „Die erste Gelegenheit wird am Samstag in Augsburg sein, das ebenfalls noch nicht gerettet ist“, sagt Pavlenka wiederum sehr nüchtern über das Spiel, das Kollege Davie Selke zum „Finale“ ausgerufen hat.

Pavlenka glaubt an die eigene Stärke und lässt eher leise durchblicken, auch nächste Saison bei Werder Bremen spielen zu wollen: „Ich glaube, wir haben genug Qualität, um damit umzugehen und in der nächsten Saison um eine bessere Position zu kämpfen.“ Ein kleines Werder-Bekenntnis zwischen den Zeilen? Der Torwart gehört als einer der wertvolleren Spieler im Kader mehr oder weniger automatisch zu den Verkaufskandidaten im Sommer, gerade im Fall eines Abstiegs dürften normalerweise Transfer-Gespräche auf Werder zukommen.

Einen Abstieg oder einen Wechsel scheint Pavlenka nicht im Kopf zu haben. Der Tscheche denkt aber schon an etwas anderes. An etwas, weswegen er die Relegation unbedingt vermeiden will: die Europameisterschaft. Er setzt auf den direkten Klassenerhalt, „damit wir vor dem Treffen der Nationalmannschaft mehr Zeit haben, uns zu regenerieren und uns auf den Euro zu konzentrieren“. Pavlenka tritt mit Tschechien bei der EM an, schon in einem Monat geht es los. Noch ein Grund also, den Liga-Verbleib so schnell wie möglich unter Dach und Fach zu bringen.

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