Eigener Parkplatz, Einzelzimmer, viele Regeln

So sieht Werders Alltag im Quarantäne-Hotel aus

Wie vorgeschrieben hat sich Werder vor dem Leverkusen-Spiel in eine Art einwöchiges Quarantäne-Trainingslager begeben. Der Tagesablauf im Parkhotel ist aber anders als in einem normalen Trainingslager.
16.05.2020, 14:25
Lesedauer: 1 Min
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So sieht Werders Alltag im Quarantäne-Hotel aus
Von Christoph Bähr
So sieht Werders Alltag im Quarantäne-Hotel aus

Die Werder-Dienstwagen parken jetzt vor dem Parkhotel.

David Koopmann

Es hat sich einiges verändert innerhalb und außerhalb des Bremer Parkhotels, seitdem die Werder-Profis sich dort in die einwöchige Quarantäne vor dem Leverkusen-Spiel begeben haben. Die augenfälligste Veränderung: Vor der Fünf-Sterne-Herberge im Bürgerpark wurde ein Parkplatz eingerichtet, auf dem die Dienstwagen der Profis stehen. Den Hintergrund erklärte Torwart Jiri Pavlenka im Interview auf Werders Webseite: „Jeder fährt alleine vom Hotel zum Training, damit wir nicht alle gemeinsam im Bus sitzen.“

Innerhalb des Hotels wohnen die Werder-Spieler sowie das Trainer- und Betreuerteam abgeschottet in einem eigenen Bereich. Jeder hat ein Einzelzimmer. „Man sieht im Hotel das Personal nicht und ist komplett abgeschirmt von den anderen Gästen. Beim Essen sitzen wir relativ weit auseinander und man sieht auch kein Personal. Wir sitzen zu viert am Tisch, teilweise sogar mit weniger Leuten“, schilderte Maximilian Eggestein das Hotelleben in einer Medienrunde.

Jiri Pavlenka, eigentlich als großer Schweiger bekannt, betonte: „Zum Glück sprechen wir viel am Tisch bei den Mahlzeiten, wenn es sonst schon keinen Kontakt gibt.“ Der Tagesablauf im Hotel sei wie in einem Trainingslager mit zumeist zwei Einheiten am Tag, Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Die freie Zeit verbringen die Spieler auf dem Zimmer, wo Pavlenka viel mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn telefoniert. Zu den strengen Hygieneregeln sagte der Tscheche: „Ich habe das Gefühl, dass hier alle wirklich sehr genau auf die Regeln achten. Wenn wir zusammen sind oder rausgehen, tragen wir Masken. Es wird sehr auf Desinfektion geachtet und wir kommen hier mit niemandem in Kontakt.“

Trotz all dieser Umstände, die alles andere als normal sind, sei die Stimmung gut, schilderte Pavlenka. „Die Vorfreude ist da, endlich wieder spielen zu können.“ Dazu seien alle darauf fokussiert, in den verbleibenden zehn Spielen ohne Zuschauer den Klassenerhalt zu schaffen. Werders Torwart forderte: „Wir müssen jetzt zeigen, dass wir weiter in der Bundesliga spielen wollen. Es fühlt sich ein bisschen an wie eine zweite Chance.“

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