„Nehmen uns Zeit“

Werder-Sportchef Baumann lässt Kohfeldt-Zukunft offen

Die Zukunft von Werder-Trainer Florian Kohfeldt ist weiter ungewiss. Bremens Sportchef Frank Baumann will im „Sinne des Vereins“ handeln.
25.04.2021, 13:10
Lesedauer: 1 Min
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Von Björn Knips und Lars Reinefeld
Werder-Sportchef Baumann lässt Kohfeldt-Zukunft offen

Darf er bleiben oder muss er gehen? Florian Kohfeldt steht nach sieben Niederlagen am Stück bei Werder Bremen in der Kritik.

Guido Kirchner / dpa

Der SV Werder Bremen denkt im Abstiegskampf intensiv über einen Trainerwechsel nach. Sportchef Frank Baumann ließ am Sonntagmittag in einem „Sky“-Interview offen, ob Florian Kohfeldt auch in den letzten drei Spielen dieser Bundesliga-Saison auf der Bremer Bank sitzen wird. „Wenn man sieben Spiele in Folge verliert, kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Dann muss man das analysieren“, sagte Baumann. Nach Informationen unserer DeichStube tagt seit Sonntagvormittag der Aufsichtsrat mit der Geschäftsführung. Dort soll es dem Vernehmen nach sehr unterschiedliche Meinungen geben. „Die Analyse ist ergebnisoffen“, betonte Baumann. „Die Überzeugung in Florian brauchen wir nicht nochmal zu dokumentieren. Nichtsdestotrotz müssen wir im Sinne des Vereins handeln,“ Aber es gebe „keine Nibelungentreue“. Man könne durchaus zu dem Schluss kommen, dass man sich doch trennt. „Wir nehmen uns noch ein, zwei Tage Zeit“, so Baumann.

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Werder hatte zuletzt sieben Spiele in Serie verloren und nach dem 1:3 bei Union Berlin am Samstag nur noch einen Punkt Vorsprung auf den 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz 16. Zudem hat der Tabellenvorletzte Hertha BSC bei vier Punkten Rückstand auf die Grün-Weißen noch drei Nachholspiele zu bestreiten.

„Es ist schon wichtig, dass alle Beteiligten an die Konstellation glauben“, sagte Baumann nun. „Da gehört die Mannschaft dazu, der Trainer, die Geschäftsführung. Und diese Zeit wollen wir uns auch nehmen, um einfach ein besseres Gefühl dafür zu bekommen.“ Man müsse jede Situation neu bewerten „und dann kann man auch zu dem Entschluss kommen, dass es vielleicht nicht mehr zusammenpasst, dass es vielleicht nicht in dieser Konstellation die höchste Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt gibt.“

Für eine Entscheidung wolle man sich aber ein, zwei Tage Zeit lassen. Am Freitag steht für Werder das DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig an.

+++ Dieser Artikel wurde um 13.10 Uhr aktualisiert +++

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