Aston Villa hat es schon im Winter probiert

Zweiter Versuch bei Rashica?

Im Winter lehnte Frank Baumann ein Angebot von Aston Villa für Milot Rashica ab, weil Werder im Abstiegskampf nicht den besten Spieler verkaufen wollte. Jetzt wären die Chancen des Premier-League-Klubs besser
02.08.2020, 13:54
Lesedauer: 2 Min
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Zweiter Versuch bei Rashica?
Von Christoph Sonnenberg
Zweiter Versuch bei Rashica?
Nordphoto

Drei Wochen ist es her, da skizzierte Frank Baumann den Transferplan mit Milot Rashica. Vor einigen Monaten schon seien Rashica und sein Berater Altin Lala mit der Absichtserklärung bei ihm vorstellig geworden, Bremen im Sommer zu verlassen. Recht offen plauderte Baumann über das Thema Rashica. „Es gibt Bewegung bei Milot“, sagte er. „Wir sind mit einem Klub im Austausch.“ Wer wollte, konnte die Sätze problemlos so deuten, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss standen.

Dass dem nicht so ist, zeigt sich an diesem Montag. Dann beginnt bei Werder die Vorbereitung auf die neue Saison. Mit Milot Rashica, wie Baumann jüngst erklärte. „Warum auch nicht? Er ist Spieler von Werder. Er wird so lange bei uns trainieren, bis wir eine Einigung mit einem möglichen neuen Verein erzielt haben.“

RB Leipzig zögert weiterhin

Wann das ist, weiß Baumann nicht. Das haben sie sich bei Werder ein bisschen anders vorgestellt. Früh war klar, dass Rashica gehen will. Und auch, dass sie ihn gehen lassen werden. Mit RB Leipzig gibt es schon lange einen Klub, der den Flügelstürmer holen will. Zwischen RB und Rashica ist alles ausverhandelt. Aber bei der Ablösesumme hakt es. Leipzig ist nicht bereit, die von Werder geforderten 25 Millionen Euro zu zahlen.

Das gibt wiederum anderen Vereinen die Möglichkeit, in den Transferpoker einzusteigen. Zwar hat Rashica sich festgelegt und will unbedingt zu Leipzig. Kommt es zu keiner Einigung mit Werder, könnten sich die Pläne des Spielers irgendwann ändern. Ein Interessent, der in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, ist Aston Villa. Der Klub aus der englischen Premier League hat Rashica schon seit langer Zeit im Blick.

Im Winter blitzte Aston Villa ab

Es wäre nicht der erste Versuch Aston Villas, den Spieler zu bekommen. Nach Informationen des WESER-KURIER hat der Klub aus Birmingham das bereits in der Winterpause probiert. Es gab ein konkretes Angebot für Rashica, nicht nur eine Anfrage. Wie Werder steckte Aston Villa mitten im Abstiegskampf. Die Bremer verweigerten damals den Verkauf. Es wäre schwerlich nachvollziehbar gewesen, den besten Spieler in einer solchen Phase abzugeben.

Jetzt ist die Lage eine andere. Anfang Juli nannte Baumann Klubs „aus der Bundesliga und dem Ausland“ als Interessenten. Zuletzt schwirrten Gerüchte durch das Internet, Aston Villa sei bereit, mehr als 30 Millionen Euro Ablöse zu bezahlen. Bei Werder wissen sie davon nichts. Da die Premier League aber erst am vergangenen Sonntag endete, dürften die englischen Vereine erst jetzt beginnen, ihre Kader zu planen. Aston Villa hat den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag perfekt gemacht, was die Planungen zusätzlich erschweren dürfte.

Werder sucht schon einen Rashica-Nachfolger

Werder wird es nur recht sein, wenn mit Aston Villa ein weiterer Klub in die Verhandlungen eintritt. Da die Ausstiegsklausel über 38 Millionen Euro nicht mehr greift und die Preise coronabedingt gefallen sind, könnte ein Bieterwettbewerb für eine höhere Ablöse sorgen. Und Rashica wird sich eine Alternative suchen müssen, wenn Leipzig nicht bereit ist, die geforderte Ablöse zu zahlen.

Werder bereitet sich so oder so auf einen Verkauf vor. Es wird nach Informationen des WESER-KURIER bereits ein Nachfolger gesucht. Ein schneller, dribbelstarker Flügelstürmer soll es sein – ein Typ wie Rashica.

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