Werders Teilzeit-Stürmer Tor-Krise? Werner nimmt Burke in Schutz

Es ist ruhig geworden um Werder-Stürmer Oliver Burke. Seit seinen beiden Treffern gegen den BVB zu Saisonbeginn konnte er sich nicht mehr groß auszeichnen. Trainer Ole Werner nimmt ihn trotzdem in Schutz.
12.11.2022, 12:06
Lesedauer: 2 Min
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Von mwi

Knapp zweieinhalb Monate ist es her, da war er in aller Munde, der gefeierte Last-Minute-Held des SV Werder Bremen beim furiosen 3:2-Sieg in Dortmund. Seitdem ist es allerdings ziemlich ruhig geworden um Oliver Burke. Daran änderte auch nichts, dass der schottische Neuzugang bei der 1:6-Schlappe in München seinen bis dato längsten Pflichtspiel-Einsatz im Werder-Trikot erlebte (59 Minuten) und dabei zumindest auch zwei auffällige Szenen hatte. Steckt der 25-jährige Stürmer also in einer echten Schaffenskrise?

Nein, findet Werder-Trainer Ole Werner und lieferte wenige Tage vor dem letzten Bundesliga-Spiel des Jahres gegen Burkes Ex-Club RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) auch umgehend eine passende Erklärung dafür ab: „Es ist ja so, dass er trotz alledem noch seine Möglichkeiten hatte, selbst gegen Bayern die eine Chance kurz vor der Halbzeit, wo Mitch ihn steil schickt.“ Doch statt sein drittes Saisontor zu bejubeln, wurde Burke im letzten Moment noch von Bayern-Keeper Manuel Neuer gestoppt. Zuvor hatte er auch beim zwischenzeitlichen Bremer Ausgleichstreffer gegen seine Füße im Spiel gehabt, „weil er den Ball gut auf Mitch reinlegt“ (Werner), der diesen in der Folge perfekt für Torschütze Anthony Jung servierte.

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Genau solche Szenen sind für einen Stürmer wie Burke aus Sicht des Werder-Coaches essenziell. „Es ist so, dass man sich immer wieder in Situationen bringen muss, in denen man treffen kann“, erklärte Werner. Nun war genau das in den letzten Wochen bei Oliver Burke aber zumindest nicht immer der Fall gewesen. Seit wettbewerbsübergreifend elf Pflichtspielen wartet der frühere schottische Nationalspieler schon auf eine Torbeteiligung. Seinen letzten Assist lieferte der pfeilschnelle Teilzeitarbeiter (spielt im Schnitt 18 Minuten pro Einsatz) am 3. September beim 2:0 in Bochum, sein letztes Tor beim besagten 3:2 in Dortmund. Alles weit mehr als zwei Monate her.

Für Ole Werner ist das aber alles noch kein Grund zur Panik, im Gegenteil: „Es ist ja nicht so, dass er jetzt allzu oft vorne Dinge liegengelassen hat. In den Einsätzen, die Oli hatte, war es eben aus unterschiedlichen Gründen so, dass wir nicht so eine Vielzahl an Torchancen hatten“, nimmt der Bremer Chefcoach den Angreifer in Schutz und verweist exemplarisch auf die schwierigen Spiele in München (übermächtiger Gegner) oder in Freiburg (80-minütige Unterzahl). Daher bestehe Burkes Aufgabe nun weiterhin darin, „einfach weiterhin seine Stärken einzubringen. Und dann hat es manchmal eben auch mit ein bisschen Glück und ein Pech zutun, ob ein Ball drin ist oder nicht. Und wenn man weitermacht, kommt dieses Glück auch irgendwann wieder zurück.“ Vielleicht ja schon gegen seinen Ex-Club RB Leipzig, für den der damals 19-jährige Burke von 2016 bis 2017 auf Torejagd ging. 

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