0:2 in Hannover Werder-Trainer Werner trotz Testspiel-Pleite nicht unzufrieden

Die Bundesliga pausiert in dieser Woche, doch für die Spieler von Werder Bremen ging es am Donnerstag dennoch auf den Platz. Die Elf von Trainer Ole Werner absolvierte in Hannover ein Testspiel – und verlor.
22.09.2022, 20:03
Lesedauer: 2 Min
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Von dco

Klar, nach einer Niederlage sind Trainer selten gut gelaunt. Angesprochen auf den Auftritt seiner Mannschaft beim 0:2 (0:0) im Test gegen Zweitligist Hannover 96 huschte Ole Werner am Donnerstag im Eilenriedestadion aber zumindest für den Bruchteil einer Sekunde ein Lächeln übers Gesicht. „Mit der Leistung bin ich eigentlich ganz zufrieden. Wir haben speziell in der zweiten Halbzeit nur auf ein Tor gespielt. Was uns gefehlt hat, war die Konsequenz im Strafraum“, sagte der Chefcoach von Werder Bremen und ergänzte: „Alle Jungs haben durchgehalten und konnten ihre Spielzeit so absolvieren, wie wir es geplant haben. Das Ergebnis passt nicht zur Leistung, denn die war vernünftig.“

Werder-Test in Hannover ohne viele Stammspieler

Der Bundesliga-Aufsteiger musste in Hannover ohne die Nationalspieler Marco Friedl, Romano Schmid, Jiri Pavlenka, Milos Veljkovic, Ilia Gruev und Fabio Chiarodia antreten. Werner verzichtete zudem auf Stürmer Niclas Füllkrug, der nach seiner Kopfverletzung noch geschont wurde, sowie auf  Leonardo Bittencourt (Muskelverletzung im Rippenbereich). So verblieben aus der vermeintlichen Bremer Stammelf nur noch Amos Pieper und Jens Stage. Ihre Chance von Beginn an erhielten derweil Niklas Stark, Oliver Burke und Lee Buchanan, die in der Bundesliga bislang noch ohne Startelf-Einsatz sind.

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Es verwunderte daher nicht, dass sich das neuformierte Werder, bei dem sogar U23-Spieler Tim-Justin Dietrich in der Abwehr ran durfte, in Durchgang eins zunächst noch schwer damit tat, in die Gänge zu kommen und offensiv Akzente zu setzen. Das änderte sich nach der ersten Gelegenheit des Spiels, die Hannovers Sebastian Kerk mit einem abgefälschten Schuss besaß (15.). Die Bremer wurden in der Folge zumeist dann gefährlich, wenn Oliver Burke steil geschickt wurde und das Tempo verschärfte. Die größte Werder-Chance vergab der Schotte in Minute 42, als 96-Keeper Leo Weinkauf seinen Schuss gerade noch zur Ecke klären konnte. Auch Pieper und Jens Stage hatten im Anschluss vor der Pause noch zwei gute Kopfball-Möglichkeiten.

Ole Werner zu Test-Pleite: "Waren nicht die schlechtere Mannschaft"

In Durchgang zwei präsentierte sich der Tabellenvierte der zweiten Liga eiskalt: Eine Flanke von Jannik Dehm verwertete der eingewechselte Nicolo Tresoldi per Grätsche (54.) zum 1:0. Werder hatte in der Folge gute Chancen, verpasste den Ausgleich aber mehrfach: Die Abschlüsse von Jens Stage (63.) und dem glücklosen Burke (72./78.) waren schlicht zu harmlos, sodass Weinkauf jeweils keine Mühe damit hatte. Besser machten es die effektiveren Gastgeber auf der Gegenseite: Nach einer starken Zetterer-Parade gegen Köhn, verwandelte Matchwinner Tresoldi den Abpraller sehenswert zum 2:0-Endstand in den Winkel (81.).

Für Trainer Ole Werner war die Niederlage zwar ärgerlich, weil vermeidbar, aber letztlich auch kein Beinbruch: „Hannover war effektiv. Sie haben ihre wenigen Chancen konsequent genutzt. Wir hatten mehr Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt. Das war heute der Unterschied. Von der Leistung her waren wir heute aber nicht die schlechtere Mannschaft."

Werder: Zetterer – Agu (62. Ducksch), Stark, Pieper (62. Groß), Dietrich (62. Jung), Buchanan - Rapp, Schmidt, Stage – Dinkci (46. Goller), Burke

Hannover 96: Weinkauf – Celebi (68. Köhn), Arrey Mbi, Neumann (46. Lührs), Kranjc – Besuschkow (68. Uhlmann), Leopold (62. Schaub), Dehm, Stolze (46. Tresoldi) – Kerk (68. Nielsen), Weydandt (62. Teuchert)

Tore: 0:1 (54.) Tresoldi, 0:2 Tresoldi (81.)

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